Dienstag, 17. März 2009

Spatziergang im Wald


Ich wiess nicht mehr wo weitermachen... All die Modulnachweise die noch anstehen. Zudem warten die Arbeiten im Hauhalt, Einkäufe für die Familie, etc. In letzter Zeit hatte ich keine Zeit mehr für mich. Ich getraue mich auch nicht, mir diese Zeit zu nehmen. Meine Modulnachweise werden ja nicht von einem Wichtelmännchen geschrieben, während dem ich mich an der Sonne auf dem Balkon ausruhe und über mein Leben nachdenke.

Jetzt aber muss ich mir diese Zeit nehmen - ein Auftrag der Schule. Ich freue mich, diese Stunde mir und der Natur zu widmen. Müde und ausgelaugt beschliesse ich mich einen Spaziergang im nahegelegenen Wald zu unternehmen.

Ich treffe einzelne Leute. Ein älteres Ehepärchen und eine Frau mit ihrem Hund. Schön, denke ich, wenn man an einem solch sonnigen Tag sich Zeit nehmen kann, einen Spaziergang in dem „frühlings-erwachenden“ Wald zu machen. Ich richte meine Aufmerksamkeit der Natur zu. Ich höre einzelne Spatzen singen, sehe eine Amsel am Boden nach Futter suchen, nehme das Windrauschen des Waldes wahr, betrachte die riesengrossen Tannen (gigantisch, wie gross die sind), finde erste blühende Knospen an einem kleinen Strauch, höre das Rauschen des Baches, ... Unglaublich, was da alles in einem solchen Lebensraum abläuft und zu hören, zu beobachten, wahrzunehmen ist.
Ich geniesse diese Zeit für mich. Ich kann völlig abschalten und vergesse alles um mich herum. Mir wird bewusst, dass ich mir in Zukunft des Öfteren solche Momente gönnen muss - und auch darf.

Ich denke, dass das Dasein der Natur viel zu wenig genutzt und geschätzt wird. Wir vergessen all ihre Schönheiten in unserem stressigen Alltag. Schade! Wenn die Schule im Sommer abgeschlossen ist, werde ich ganz bestimmt mit meinem Sohn wieder öfters in den Wald gehen.

Naturgenuss


Leider kam auch bei mir in letzter Zeit das Geniessen der Natur zu kurz... wenn man so viel zu tun hat, setzt man andere Prioritäten. Jedoch wäre es, wie auch Carla schreibt, eine wunderbare Abwechslung zum stressigen Studienalltag.

Letzten Sonntag kam ich aber dennoch einige Zeit dazu, mich draussen zu bewegen. Wir spazierten um einen riesigen Weiher namens "Wichensteinli", der sich im Naturschutzgebiet befindet .. dieser Weiher beeindruckt mich immer wieder von Neuem, weil er sehr speziell ist. Aus ihm ragen überall ganz dicke Baumstämme heraus, es sieht nicht aus wie von dieser Welt.

Beim Hinsetzen und Horchen fiel mir folgendes auf: auf, in und um ihn sind viele Lebewesen zu beobachten. Vögel, Enten, Schwäne,Fische, Insekten... alle diese Tiere schätzen den Weiher und leben wohl von und mit ihm. Beim Zurücklaufen fielen mir die vielen "Wiedekätzli" am Wegrand auf. Meine Begleitung reagiert allergisch auf diese, da sie wohl viele Pollen enthalten (diese Allergien, auch ein Zeichen unserer Zeit)... glücklicherweise fühle ich mich in der Natur sehr wohl und reagiere kein bisschen allergisch auf irgendetwas... Ich weiss die Natur als Ruhe- und Kraftort sehr zu schätzen. Dabei werde ich mir desöfteren wieder bewusst, dass ich auch Verantwortung für diese wunderschöne Natur trage. Ich kann unter anderem beeinflussen, wie sie sich weiterentwickelt und wie es ihr in Zukunft gehen wird. Ich versuche mich stets respektvoll gegenüber ihr zu verhalten und hoffe, in Zukunft etwas mehr Zeit dazu finden zu können!

Montag, 16. März 2009

Zeit haben...Zeit geniessen...eine Kunst?

Als ich vorgestern den Auftrag für den Blog in dieser Woche gelesen habe, fragte ich mich ein wenig ärgerlich, wann ich in dieser letzten Woche vor der Abgabe meiner Bachelorarbeit die Zeit finden würde, eine Stunde lang die Natur zu geniessen.
Seit ungefähr fünf Wochen arbeite geht beinahe meine ganze Freizeit für die Bachelorarbeit drauf. Jeden freien Nachmittag, jeden Samstag und Sonntag sitze ich an meinem Laptop oder an der Nähmaschine.
Meine Mutter hat mir in dieser mühsamen Zeit oft geraten, mit ihr einen Spaziergang in der Natur zu machen oder mich einfach für eine kurze Zeit nach draussen zu sitzen. Nachgegangen bin ich diesen Ratschlägen nicht.
Wenn ich soviel zu tun habe und mich dann versuche hinzusetzen und das Nichtstun zu geniessen, kann ich mich am allerwenigsten entspannen. Es kreisen mir nämlich 1000 Gedanken durch den Kopf, wie ich was wann am besten erledige. Denke ich nur daran, was in diesem halben Jahr noch alles auf mich zukommt, werde ich beinahe wahnsinnig. Deshalb beschäftige ich mich lieber den ganzen Tag ununterbrochen, damit solche belastenden Gedanken den Weg in meinen Kopf gar nicht erst finden.

Heute, an diesem schönen frühlingshaften Tag, hatte ich besonders Mühe, nur in meinem Zimmer zu sitzen. Ich bin nämlich gerne in der Natur, aber aktiv. Ich muss eifach immer etwas tun.
Nun hatte ich mir für heute vorgenommen, meine Puppe (Teil meiner BA) fertigzunähen und an der Arbeit weiterzuschreiben. Als erstes musste ich sägen. Dafür ging ich gerne an die frische Luft. Auf dem Sitzplatz genoss ich das Gefühl der wärmenden Sonne auf meinem Rücken. Anschliessend musste ich den Kopf der Puppe an den Körper nähen. Dies erledigte ich in meinem Zimmer. Ich öffnete die Balkontüre und stellte einen bequemen Sessel in den Türeingang. Dort verbrachte ich zwei Stunden in der warmen Sonne mit Nähen. Ich konnte im Tshirt dasitzen und hatte beinahe zu heiss. Dies mag ich besonders an der Natur. Wenn es so warm ist, dass ich fast ins Schwitzen komme, aber nur fast.

Natürlich versuchte ich, den Auftrag doch bestmöglich umzusetzen und konzentrierte mich deshalb neben meiner Näharbeit auf die Eindrücke meiner Umgebung.
Leider hatte ein Bauer gerade heute die Idee, zu "gülnen", weshalb es nach dem Mittag unerträglich stank draussen. Ich überging diesen Gestank, weil ich es nicht ausgehalten hätte, bei diesem Wetter hinter geschlossener Balkontüre zu sitzen.
Etwa 100m vor unserem Haus finden gerade Bauarbeiten statt. Dies verursacht leider einen ziemlichen Lärm. Jedoch habe ich es geschafft, diesen zu überhören. Viel mehr genoss ich das Vogelgezwitscher und die Stimmen im Garten herumwerkelnder Nachbarn. Diese Geräusche gehören für mich zum Frühling.
Heute habe ich gemerkt, wie sehr ich mich auf wärmere Tage freue!
Ich hoffe natürlich, dass ich in den nächsten Wochen einmal die Zeit finden werde, die Natur zu geniessen ohne ständig über bevorstehende Arbeiten und Erledigungen nachzudenken. Am meisten freue ich mich auf das Am-See-Liegen. Dies ist der einzige Ort an der Natur, wo ich das Nichts-tun geniessen kann. Eigentlich schade, dass ich sonst so "ungemütlich" bin...

Sich Zeit nehmen...

Ehrlich gesagt hatte ich mit dem Wochenimpuls dieser Woche ein bisschen meine Probleme. Einfach eine Stunde hinaus in die Natur sitzen, nichts tun und die Umgebung wahrnehmen? Einerseits muss ich dann immer wieder daran denken, welche Arbeiten ich alle noch zu erledigen hätte, andererseits bin ich der Typ Mensch, der sich bei Stille gar nicht so gut entspannen kann. Während des Lernens und Arbeitens brauche ich mindestens Musik um mich herum, wenn es ganz still ist kann ich mich überhaupt nicht konzentrieren, weil es einfach zu leise ist...
Wenn ich mich nach draussen unter einen Baum setze, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass ich unter der Einwirkung der Sonne einschlafe. Dies passiert mir häufig wenn ich mich in die Wiese lege und ein Buch lesen möchte.
Die Frage ist nun, ist das normal, haben das noch andere Leute? Oder ist es schon traurig, dass ich ohne Medien gar nicht mehr sein kann...
Darum dachte ich mir, packe ich eben ein paar Basteleien für meine Bachelorarbeit nach draussen und versuche wenigstens, ohne Medien rundherum zu arbeiten.
Anfangs war es sehr schön, ich konnte in der Sonne auf der Terasse sitzen und meine Figürchen für ein kleines Rollenspiel optimieren. Ab und zu schaute ich in den Garten und sah ein paar Insekten, die sich um die Büsche tummelten. Etwas ferner hörte ich die Autos auf der Hauptstrasse vorbeifahren.
Immerwieder musste ich aber hineinlaufen, um den Leim, eine Zeitung oder andere Materialien für die Verarbeitung zu holen. Nach 20 min wurde mir das Ganze dann doch zu blöd und ich packte meine Sachen und arbeitete wieder an meinem Schreibtisch.
Um mich aber doch noch der Natur zu widmen, gehe ich nach getaner Arbeit noch eine Runde mit meinem Hund in den Garten spielen.
So ganz ruhig unter einen Baum sitzen ist eben einfach nicht meine Art...

Sonntag, 15. März 2009

Am See


Ich geniesse meinen ersten Frühlingstag am Lago di Lugano im Tessin. Die Steinmauer in Melide am See ist warm. Ich beobachte zwei ca. 8 cm grosse Krebse, die durch den grünen Algenboden im Wasser wandern und nach Futter suchen. Das Wasser ist still. Einzelne Boote fahren vorbei. Die kleinen Wellen schlagen an der Mauer auf. Ein rauschen ist zu hören. Ich geniesse diese Stimmung. Die Aussicht über den See, welcher sich durch die Berg- und Hügellandschaft breit macht, ist wunderschön. Ich höre die Flussseeschwalben pfeifen und beobachte zwei Enten, die sich balzen. 

Solche Begegnungen mit der Natur bedeuten mir sehr viel. Diese Momente geben mir Kraft. Ich kann völlig abschalten, denke weder an die kommenden Wochen noch an meine Bachelorarbeit, welche dringend zu Ende geschrieben werden sollte. Ich kann mir Zeit nehmen - Zeit für mich und die Natur.

Ich bin ein Mensch, der sich oft ruhige Plätze in der Natur aufsucht und sich nach ihrer Stille sehnt. Sei es mit einem Spaziergang durch den Wald, einem Sonnenuntergang am See, einer Wanderung in den Alpen, eine Schneetour durch die verschneite Berglandschaft, einer Velo- oder Biketour entlang des Rheins oder durch die schöne Hügellandschaft des Juras. (Unglaublich, was die Schweiz alles zu bieten hat! Schade, dass es viele Leute viel zu wenig nutzen - oder überhaupt gar nicht wahrnehmen.) 


Mir ist die Natur sehr wichtig. Es ist mir deshalb auch von grosser Bedeutung, dass mit ihrer Schönheit und Vielfalt sorgfältig und dankbar umgegangen wird. Ich hoffe, dass ich als zukünftige Lehrperson meine Einstellungen und Erfahrungen den Kindern weitergeben kann.



Freitag, 13. März 2009

Der Wickeltisch

Ich habe ein Post-it Zettel mit der Aufschrift „sei achtsam“ oberhalb des Wickeltisches an die Wand geklebt. So wurden mein Mann und ich, jedes Mal wenn wir unseren Sohn wickelten darauf aufmerksam. Dies hatte dann zur Folge, dass wir auf die Wegwerf-Wischtüchlein verzichteten und stattdessen im Bad einen nassen Putzlappen holten. Denn diesen kann man wieder auswaschen und mehrmals gebrauchen. Zudem schauten wir ganz bewusst auf die Windeln und wechselten diese nicht einfach „kopflos“ weil es eben Zeit ist. Wenn also die Windel nicht sehr voll war und noch getragen werden konnte, machten wir sie wieder zu und wechselten sie erst zu einem späteren Zeitpunkt. Mit dieser Aktion konnten wir im Durchschnitt 1½ Wegwerf-Windeln pro Tag einsparen und unser Sohn Nando hatte trotzdem immer trockene Hosen! Erstaunlich, was man mit etwas mehr Aufwand erreichen kann. Als drittes bemühten wir uns jene Kleider die noch nicht so extrem schmutzig waren nicht gleich in den Wäschekorb zu werfen, sondern ihm nochmals anzuziehen. Auch sein „Pischi“ wechselten wir nicht so häufig wie sonst. Von dieser Aktion resultierte eine Wäschezeine die mal nicht übervoll ist. Sicher konnten wir durch diese Handlung keinen Waschgang einsparen aber wenn man dies auf ein Jahr hochrechnet, denke ich, kann man bestimmt den einen oder anderen Waschgang sparen. Somit auch Strom, Wasser, Waschmittel, etc.
Ich bin wirklich erstaunt was wir alles erreicht haben und dass nur dank der kleinen „Message“ an der Wand in unserem Kinderzimmer. Anfangs fragte sich auch mein Partner was denn das solle, doch am Schluss fand er es ebenfalls eine gute Sache und war stolz, dass wir so sichtbar Material sparen konnten.

Volle Züge, halbleere Autos...

Morgens um 7 Uhr im Zug von Buchs nach Rorschach - mein täglicher "Arbeitsweg". Von Studenten, über Dozenten, Lehrlingen und Schülern, die Zugabteile sind immer voll und freie Plätze sind praktisch Mangelware.
Tatsächlich gibt es dann Leute, die sich entweder miteinander lautstark unterhalten, oder total private Gespräche am Telefon halten…und ich möchte mich eigentlich um diese Zeit noch an mein „Aufwachen“ gewöhnen, noch ein bisschen dösen…

Komisch, so viele Leute sind in den öffentlichen Verkehrsmitteln, und doch verpesten wir mit den Autos die Umwelt? Fahren denn wirklich so viele Leute mit dem Auto zur Arbeit? Schliesslich ist auch der Bus zum Buchser Bahnhof immer rappelvoll.

Im Zürcher Tagesanzeiger fand ich einen Artikel darüber, wie oft die Zürcher mit dem Auto zur Arbeit fahren. (http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kanton/Zuercher-sausen-taeglich-tausendmal-rund-um-die-Erde/story/24176175). Tausendmal um die Erde würden sie sausen…hm die Züge in Zürich sind trotzdem überfüllt.

Gegenüber den nachhaltigen Nachteilen eines Autos, hat es eben auch praktische Vorteile: Man hat genug Platz, kann abfahren wann man will, niemand stört, man braucht kein Billet…und in Fahrgemeinschaften wäre das Ganze schon viel nachhaltiger.
Dafür finde ich es aber im Zug bequemer, ich kann noch ein bisschen schlafen oder für den Unterricht etwas repetieren und der Zug fährt einfach so, ohne dass ich etwas machen muss.

Und wenn ich dann den viertelstündigen Fussweg zur Schule hinauf gehe, sehe ich doch einfach mehrere vorbeifahrende Autos, die gerade mal einen Fahrer beinhalten…

Donnerstag, 12. März 2009

Liebe Studierende,

Zwischen dem dritten und dem vierten Wochenimpuls melde ich mich als Ihre Blogbetreuerin einmal bei Ihnen. Mit grossem Interesse habe ich Ihr Schreiben verfolgt und habe nun insgesamt fast 80 Posts zu CO2-Rechner, Medienberichten und Vernetzungen gelesen. Ganz unterschiedlich kommen sie daher: ausführlich und gut untermauert durch Recherchieren manche, kurz und bündig und etwas gar allgemein gehalten andere, mehr oder weniger kritisch reflektiert ein guter Teil der Posts und vor allem beim Fussabdruck allesamt konkret auf die eigene Situation und das eigene Verhalten bezogen. Grundsätzlich kommt es mir vor, als hätten diese drei Wochen doch wichtige Bewusstseinsimpulse bei Ihnen ausgelöst (stimmt’s?). Es fallen Ihnen Tatsachen, Situationen, Gegebenheiten und Zusammenhänge neu und anders auf. Mit Kopf und Herz, so scheint es mir beim Lesen sind viele von Ihnen auf die Fragen der Nachhaltigkeit eingestimmt.
Ich habe gemerkt, dass bei Ihren Posts vieles aufscheint, was mich auch beschäftigt. Auf einen Punkt möchte ich dabei kurz eingehen:
Wir wissen zwar um die Zerstörungen der Umwelt, um die sozialen Probleme und Ungerechtigkeiten hier und andernorts in der Welt und wir sind in der Lage, die unbequeme Wahrheit eigentlich ganz gut zu sehen. Gleichzeitig richten wir unser Verhalten doch nur bedingt auf diese Tatsache ein. Wir schwenken rasch wieder auf die Schiene ein, dass der Staat, die Wirtschaft, die Mächtigen doch sollten (was absolut richtig ist) oder dass andere - die Amerikaner zum Beispiel - noch viel schlechter sind als wir (was auch richtig ist). Damit kommen wir allerdings in der allseits vernetzten Welt nicht weiter. Wir können, ja wir müssen dort etwas tun, wo wir unsere Fähigkeiten haben und wo unser Einflussbereich liegt. Und der ist gar nicht so klein, wie wir oft denken. Einzelinitiativen summieren sich zu ganz gewaltigen Resultaten, bevor die Politik oder diejenigen der Mächtigen, die nicht an den Klimawandel „glauben“ (als ob das eine Glaubenssache wäre!) sich zu etwas aufraffen können.
Klar ist, dass immer Widersprüche bleiben, wie eben jeder Mensch an sich schon widersprüchlich ist. „Die Grenze zwischen Gut und Böse verläuft mitten durch unser Herz“, hörte ich kürzlich und kann das gerade im Nachhaltigkeitshandeln bei mir bestens nachvollziehen. Ich weiss, dass ich im Alltag niemals 100% konsequent bin, dass ich an einer noch lange nicht nachhaltigen Institution arbeite und ich immer wieder abwäge zwischen verschiedenen Bedürfnissen und mich da und dort für einen kurzfristigen Gewinn entscheide. Dennoch - und das meine ich auch bei Ihnen zu spüren – ist das Leitbild Nachhaltigkeit fest im Denken verankert.
Ich melde mich noch einmal nach dem 5. Wochenauftrag. Ich wünsche Ihnen alles Gute beim weiteren Nachdenken über konsequente Abfalltrennung, auf der Suche nach gerechter Schokolade, nach Kleidern ohne Kinderarbeit, beim Genuss von Bio-Tee oder frischem Brot vom Bäcker.

U.Frischknecht

Eben habe ich eine Webseite gefunden, die Einzelne miteinander vernetzt, damit sie sich nicht so alleine vorkommen: http://www.carbonrally.com/

Mittwoch, 11. März 2009

Wie gut ist die Verpackung unserer Lebensmittel?

Mir fällt immer wieder auf, wenn ich in einem Lebensmittelgeschäft bin, wie gut verpackt unsere Nahrungsmittel doch sind. Doch was ist eigentlich eine gute Verpackung? Ist es sinnvoll, wenn Guetzli in einem Plastikbehälter mundgerecht gestapelt sind, der Plastikbehälter mit Alufolie verschlossen und dies alles in einer Kartonschachtel steckt? Braucht es diese aufwendige, nicht gerade umweltfreundliche Verpackung überhaupt? Und wenn ja, für was?
Diese Fragen stelle ich mir, wenn es wieder einmal Minuten dauert, bis ein Guetzli aus der Packung in meinen Mund wandern kann.

Die Lebensmittelhersteller achten darauf, dass ihr Produkt so lange wie möglich haltbar ist. Dazu verpacken sie die Ware möglichst luftdick mit speziellem Material und schützen diese Hülle durch eine zusätzliche Verpackungsschicht vor Einstichen oder Rissen. Denn schon das kleinste Loch in dieser wichtigen Hülle, könnte dafür sorgen, dass das Produkt vor dem Verfallsdatum ungeniessbar wird.
Diese Methode und vor allem diese Überlegungen sind ein Luxusproblem. Warum brauchen wir überhaupt Nahrungsmittel zu Hause, die wir ein Jahr oder länger behalten können? Wir könnten ja einfach einkaufen gehen und innerhalb einigen Tagen alles essen, was wir gekauft haben. So sparen wir sogar Geld, weil wir nur soviel kaufen, wie wir wirklich auch essen. Das setzt natürlich voraus, dass wir gut einschätzen können, wie viel Nahrung wir für 4-5 Tage benötigen und auch Dinge kaufen, welche nicht nach einem Tag schlecht werden.
Die Verpackung wird umso differenzierter, je länger das Produkt halten soll.
Wir sollten an die Menschen in der dritten Welt denken, wenn wir zwei-drei Verpackungsschichten öffnen müssen und uns vornehmen, dieses Produkt nie mehr zu kaufen. Die hungernden Menschen auf unserer Welt kümmert es nämlich nicht, wie lange Nahrungsmittel haltbar ist. Sie sind froh, überhaupt etwas zu essen zu haben und würden auch Dinge essen, die schon lange verfallen sind.

Auch dies ist ein Problem unserer Gesellschaft. So bald es ein Tag nach dem Verfallsdatum ist, werfen wir ein Produkt weg. Doch wir könnten die meisten Dinge noch einige Tage über dieses Datum weg essen und hätten nicht die kleinste Nebenwirkung zu befürchten! Dieses Thema würde gerade einen zweiten Blog füllen, ja ich könnte ewig über die Gründe und Folgen unserer Verpackung schreiben.
Wichtig ist vor allem, dass wir alle darauf achten, Produkte mit wenig und umweltfreundlicher Verpackung zu kaufen. So können wir wieder etwas für den Umweltschutz beitragen!

Papier – ein täglicher Begleiter


für die animierte Version des Bildes: http://www.wwf.ch/de/derwwf/themen/wald/papier/papierd/papierverbrauch.cfm

Ich widme mich in diesem Blog dem Thema Papierverbrauch.
Gestern hinter einer ellenlangen Schlange an der Kasse des Migros: Ich sehe die Kassierin den Kassenzettel hinhalten und höre sie fragen: „Kassezettel?“ Die meisten Kunden antworten:„Bruch i nöd, danke“. So verschwinden Tag für Tag tausende sinnlos ausgedruckte Kassenzettel im Abfalleimer. Natürlich bin ich mir bewusst, dass es ziemlich kompliziert wäre, wenn man zuvor bei jedem Kunden fragen müsste, ob sie den Kassenzettel ausgedruckt haben möchten. Dann würden die Schlangen wahrscheinlich noch länger und länger…bereits die Frage „Hend Sie e Cumulus Karte?“ Raubt täglich bestimmt einige Stunden. Es gibt heutzutage nur noch wenige Menschen, die den Alltag gelassen nehmen und denen Zeit keine Zeit spielt. Immer muss alles schnell gehen – wir leben ja auch in einer schnelllebigen Zeit. Jetzt aber wieder zurück zum Papier. Ich würde behaupten jeder Mensch kommt täglich mit Papier in Kontakt. Bei mir beginnt der Tag 7 Uhr morgens am Bahnhof Buchs. Ich schnappe mir eine der drei beliebten Gratiszeitungen. Papier begleitet mich durch den Tag, sei dies in der Schule, in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder sogar auf der Toilette. Ich persönlich achte zuhause darauf, auch aus finanziellen Gründen, dass ich Papier, das bereits einmal bedruckt wurde, für Entwurfdrücke (beispielsweise der Bachelorarbeit) oder für Zusammenfassungen nochmals verwende. So konnte ich sicherlich schon einiges an Papier einsparen. In einem Praktikum war ich ziemlich geschockt darüber, wie viel Papier so in einem Schulhaus Tag für Tag gebraucht wird… meist natürlich gebleichtes weisses Papier. Meint ihr die Schüler würde es stören, wenn sie nur noch Umweltpapier bekämen? Ich denke nicht, das wäre sicherlich nur eine Gewöhnungssache. Am Ende des Tages erblicke ich die vielen übrig gebliebenen Gratiszeitungen und frage mich – übertreiben wir es nicht ein bisschen?

Dienstag, 10. März 2009

Wo entsorgen wir unseren Abfall?

7.00 Uhr, Buchs SG: Eine Kollegin trinkt neben mir im Zug ein Schokodrink aus einer Pet-Flasche. Die Verpackung wandert anschliessend in den Abfalleimer im Zugabteil. Neben der Flasche befinden sich noch eine Bierdose und eine alte 20Minuten Zeitung im Kübelfach.
Ich mache mir Gedanken darüber, wo und wie ich meinen produzierten Abfall im Zug, an den Bahnhöfen, in der Stadt, in der Mensa entsorge. Dabei wird mir bewusst, dass ich an öffentlichen Plätzen meinen Abfall (jeglicher Art) immer in den nächsten Eimer werfe. Geht es dir auch so? Ehrlich, mir kam wirklich noch nie in den Sinn, die „Karton-Schokoladenhülle“ (z.B. von Ragusa oder OVOSchokolade) nach Hause zu tragen und separat in der Altpapierkiste zu entsorgen. Auch die leere 5dl Pet-Flaschen werfe ich in der Stadt in den nächsten Abfalleimer, wenn es in meiner Tasche keinen Platz mehr hat. Ich frage mich, ob ich wirklich zu faul bin, die Flasche bis zur nächsten PET-Sammelstelle mitzutragen? Nein, ich glaube mir war das gar nie so richtig bewusst, weil „wir“ es uns gewohnt sind, den Abfall im öffentlichen Raum nicht zu trennen! Oder sind wir uns dass?
Ich erinnere mich an Turnfeste, an Zirkusbesuche, an Pausensituationen, wo der Abwahrt, die Putzequipe den herumliegenden Abfall aufsammelt und in den gleichen Sack wirft. Eine Abfalltrennung wäre in solchen Fällen, denke ich, viel zu umständlich. Dennoch sollte sie meiner Meinung nach stattfinden!

Zuhause halte ich mich strikt an die Abfalltrennung. Seid wir in der 6. Klasse das Thema „Abfall“ behandelt haben, ist bei uns immer noch das Plakat der Abfalltrennung aufgehängt. Ich nehme mir für diese Woche – und auch für die Zukunft – vor, die Abfalltrennung im öffentlichen Raum bewusster und sorgfältiger wahrzunehmen und umzusetzen. Ich werde versuchen, meine Kolleginnen und Kollegen darauf aufmerksam zu machen. Ich hoffe, dass ich das mit meinem Blogbeitrag bereits konnte…

Donnerstag, 5. März 2009

Mein Brot

Trrr trrr, aufstehen… es ist Samstagmorgen. Gemütlich stehe ich auf, spaziere zum Dorfladen und kaufe für mich und meine Familie ein frisch gebackenes Brot. Welche Prozesse hat wohl das Brot bereits durchlaufen?

Fangen wir mit der Bäckerstube an. Da stehen Unmengen an Maschinen und Arbeitsutensilien im Raum, die alle einmal angeschafft werden mussten und zum Teil auch gewartet werden müssen. Der Bäcker muss Tag für Tag die Komponenten wie frische Zutaten, allfällige Beimischmittel und Gewürze für sein Brot besorgen. Für jedes Brot muss er eine bestimmte Mischung machen und diese wird dann von einer Maschine geknetet bis der Teig bereit ist. Je nach dem muss er noch etwas ruhen bis er weiter verarbeitet werden kann. Vom Bäcker wird der Teig geformt, in den Ofen geschoben und wird gebacken. Nach dem das Brot abgekühlt ist, wird es eingepackt und verteilt, wie z.B. in den Volg.

Unglaublich, wie viel Energie es für eine Brotherstellung braucht. Der Mixer, die Knetmaschine und insbesondere der Ofen, alles läuft auf hochtouren und gerade letzteres benötigt enorm Strom. Zudem ist zu beachten, dass der Bäcker um 02.00 Uhr zu arbeiten beginnt und somit während der ganzen Arbeitszeit Licht benötigt. Ganz zu schweigen ist die graue Energie die benötigt wird für die Herstellung und Transporte aller Zutaten, wie zum Beispiel Mehl, Hefe und Gewürze, etc. Weiter geht das Brot mit einem Lieferwagen zum Volg. Je nach dem muss das Brot beim Detailhandel noch fertig gebacken werden und verbraucht somit doppelt Energie. Ich danke dem Bäcker viel Mals für seine Arbeit und natürlich für all die Lieferanten welche es ermöglichtem dem Bäcker seine Arbeit zu erledigen.

Dienstag, 3. März 2009

Kleiderproduktion

Ich möchte darum den Weg einer Jeans bis in unsere Läden beschreiben und aufzeigen, welche Menschen in diese Prozesse involviert sind.
Die meisten Kleidungsstücke von H&M oder ähnlichen Geschäften werden in Asien hergestellt. Dort arbeiten Menschen täglich bis zu 17 Stunden an Nähmaschinen oder von Hand an Kleidern für die westlichen Länder. „Manchmal fallen mir die Augen zu.“ erzählt eine 20-jährige Arbeiterin, welche für 7 Tage Arbeit in der Woche 65 Dollar verdient. Das ist etwa so viel wie eine Jeans bei uns im Laden kostet. Die Löhne können trotz vieler Beschwerden der Mitarbeiter so tief gehalten werden, weil die Auftraggeber bei Problemen einfach eine andere Fabrik für ihre Kleiderherstellung einsetzen. Bei diesen vielen arbeitswilligen Personen in Asien ist dies sehr einfach.
Es kann vorkommen, dass eine Jeans von der Baumwollplantage in Indien bis zum Verkauf in Europa Fabriken in acht verschiedenen Ländern durchläuft. Die Baumwolle wird in Indien geerntet, das Garn in der Türkei gesponnnen, in China wird gefärbt, in Polen gewoben, die Waschanleitungen und Nieten werden in Frankreich hergestellt, genäht wird auf den Philippinen, in Griechenland gewaschen und in der Schweiz wird die fertige Jeans verkauft.
Während diesen Prozessen sind unzählige Personen an der Herstellung der Kleider beschäftigt. Für ihren harten Job bekommen sie einen Bruchteil davon, was wir für eine Jeans ausgeben, welche wir vielleicht nur ein Jahr lang tragen.
Als Kunde kann darauf geachtet werden, woher die Kleidungsstücke kommen. Man kann sich im Internet erkundigen, wo die Kleider von einer bestimmten Ladenkette produziert werden und welche Bestimmungen dort herrschen. Beschränkt man sich darauf, nur noch Kleider aus Fairtrade-Handel oder einheimischen Produzenten zu kaufen, muss man jedoch sehr tief in die Tasche greifen. Die billigste Möglichkeit ist, seine Kleidung (billig oder teure) so lange wie möglich zu tragen und nach vielen Jahren nicht in die Altkleidersammlung zu bringen.

Quellen: http://www.e-globalisierung.org/kapitel1/2/?page=2 , http://www.inkota.de/inland/kleidung/filmfestival_flyer_chinablue.pdf

Fahrrad fahren

Ich meiner Garage stehen drei Velos. Ein Alltagsvelo, ein Bike und ein Rennvelo. Ich bin praktisch alltäglich mit einem meiner Velos unterwegs - sei es auf dem Weg in die Schule, ins Dorf, ins Turnen, auf einer Velotour, etc. Das Fahrrad brauche ich aus praktischen sowie ökologischen Gründen. Messungen haben ergeben, dass das Velo das ökonomischste Verkehrsmittel ist. Mit wenig Energie komme ich sehr weit! Ebenfalls können die Teile des Fahrrades sehr gut wiederverwertet werden (es fällt kein Sondermüll an). 

1817 wurde das erste lenkbare Laufrad von Friedrich Freiherr Drais gebaut. Sein Vorläufermodell wurde uns ist immer noch in ständiger Weiterentwicklung. Was aber geschieht alles im Vorfeld, bis ich mein eigenes Velo in der Garage habe?

Die einzelnen Fahrradröhren werden in Mannsheim in Deutschland produziert. Von dort werden sie in den fernen Osten gebracht, wo sie zusammengeschweisst und weiterverarbeitet werden. Die Lackierung und Bemalung wird in der Schweiz vorgenommen. Komponenten des Velos (Gangschaltung, etc.) werden in Japan hergestellt. Die Endmontage meines Velos passiert in der Schweiz und dem Velohändler verdanke ich den letzten Schliff - Sattelanpassung, Extrawünsche, etc.

Ich habe immer gedacht, dass alle Teile und Materialien in der Schweiz hergestellt und zusammengebaut werden. Jetzt bin ich überrascht, wie viele Leute für mein Velo mitarbeiten müssen. Die Arbeitskräfte der Herstellerfirmen, die Arbeitskräfte der Montageabteilungen, der Velohändler, welcher die Bestellungen vornimmt und die Kundenanpassungen ausführt. Nicht zu vergessen ist, dass auch die Allgemeinheit einen grossen Beitrag zu meinem ‚Hobby‘ vornimmt. Sie finanzieren den Saat, um neue Strassen zu bauen. Demzufolge sind auch die Baufirmen für mein Wohlergehen zuständig! 

Des Weiteren ist nicht zu vergessen, dass wir eine 5.- Velovignette kaufen dürfen und ein ganzes Jahr auf dem Velo und den Strassen versichert sind. 

Was steckt im Handy drin?

Ein Handy besteht aus Rohstoffen, die in Entwicklungsländern wie Afrika in Minen abgebaut werden. Die Arbeitsbedingungen sind dort sehr hart. Die Menschen dort müssen täglich mehr als 10 Stunden für einen Lohn von ca. 1 Euro arbeiten. Auch Kinder werden nicht verschont. Die Versorgung mit Essen und Wasser ist nicht ausreichend gewährt. Aus den abgebauten Rohstoffen, werden in Billiglohnländern wie China die Einzelteile für ein Handy zusammengebaut. Europäische Handyhersteller können so viel Geld sparen, da Arbeitskraft in asiatischen Ländern billiger ist, als in Deutschland. Nachdem sie mit den Einzelteilen versorgt sind, werden sie von Handyproduzenten wie Nokia zusammen gesetzt, die zusätzlich für die Entwicklung des Designs und der Technologie, sowie der Vermarktung (Werbung) verantwortlich sind. Obwohl die Handyunternehmen fast nichts zur Produktion beigetragen haben, verdienen sie das meiste Geld an einem Handy. Anschließend kaufen die Mobilfunkanbieter, wie z.B Telekom oder O2 die Handys und verkaufen die weiter an ihren Kunden. Bereits nach 18 Monate wechseln die meisten Kunden ihr Handy, was dazu führt, dass dieser Kreislauf immer wieder von vorne beginnt. Mit diesem Wissen über die Herstellung von Handys, sollte man es sich besser 2x überlegen, ob man nach 18 Monaten unbedingt ein neues Handy haben muss, obwohl das "alte" noch gut funktioniert. Ist das wirklich nötig?


Rohstoffe, wie z.B. Buntmetalle oder Gold, die in Handys enthalten sind, werden in Minen von Kindern in Entwicklungsländern, wie Afrika abgebaut. Diese Kinder leben dort unter katastrophalen Umständen. Sie wurden von der Armee entführt, in Ausbildungslager gesteckt und nun schuften sie in den Minen und bauen diese Rohstoffe ab. Danach werden die abgebauten Rohstoffe in Billiglohnländern zu Einzelteilen verarbeitet, indem die Rohstoffe u.a. gereinigt werden.

Diese Einzelteile werden anschließend an die Handyproduzenten wie z.B. Nokia, Siemens, Samsung, Motorola versendet. Diese Firmen designen und produzieren neue Handys und können dadurch Arbeitsplätze wie Techniker, Arbeiter, Programmierer usw. anbieten. Mobilfunkanbieter wie z.B. o2, Base, Vodaphone usw. kaufen diese Handys und verkaufen ihr Mobilfunknetz zusammen mit den Handys an die Kunden. Außerdem recyceln sie alte, leicht beschädigte oder kaputte Handys. Dieses Recycling findet bei Firmen, wie z.B. Greener Solution, statt.
Diese Erkenntnis über die Herstellung eines Handys hat mich schon ein bisschen geschockt. Trotzdem sind bei mir oftmals die Handys nach der Vertragslaufzeit kaputt und ich brauche sowieso ein Neues. Dass man scheinbar sein Handy recyceln kann, wusste ich nicht, finde ich aber super, weil so wenigstens ein Teil der wertvollen Rohstoffe wiederverwendet werden kann. Ich denke am schlimmsten ist es, wenn man das Handy einfach in den Müll wirft.

Montag, 2. März 2009

Wie der Tee in meine Tasse kommt


Ein sehr wichtiges Konsumgut stellt für mich persönlich Tee dar, den ich Tag für Tag mit viel Genuss trinke. Besonders Grüntee gehört für mich (wie für viele andere der Kaffee) einfach dazu. Dieser Tee wird seit mehreren tausend Jahren in China (80% der Weltproduktion) angebaut, später auch in Japan und anderen asiatischen Ländern. Beispielsweise wird auf der Teebeutelpackung der Migros Indonesien als Herkunftsland genannt. Auf einer Packung eines anderen Verteilers hingegen steht bloss: "Tee aus den besten Anbaugebieten der Welt“. Sehr informativ ist dies nicht. Sicher steht, dass dieser Tee einen weiten Weg zurücklegen musste, um zu mir in die Tasse zu gelangen. Ob dieser Weg mit Schiff oder Flugzeug zurückgelegt wird, entzieht sich meiner Kenntnis.
In erster Linie haben Teepflücker und Teepflückerinnen hart für mich gearbeitet. Der Produktionsverlauf beim Grüntee läuft folgendermassen ab: Pflücken der Blätter – Welken– Rollen – Rösten bzw. Dämpfen – Rollen – Trocknen – Sortieren.
Teeblätter, die zu Grüntee verarbeitet werden sollen, werden nicht fermentiert, sondern nur gedämpft oder geröstet. So benötigt die Überwachung der Weiterverarbeitung der Ernte Aufsichtspersonen.
Für den darauffolgenden Transport des Tees ist Logistikpersonal nötig. Der Pilot (oder der Kapitän) bringt den gut schmeckenden Tee sicher nach Europa. Dort wird er wahrscheinlich von Fabrikarbeiterinnen und Arbeitern in Beutel abgefüllt und abgepackt. Danach kommt er in die Warenhäuser.
An den langen Weg, den der Grüntee in meiner Tasse zurückgelegt hat, habe ich ehrlich gesagt noch nie gedacht. Gerne wüsste ich, unter welchen sozialen und auch unter welchen Umweltbedingungen das Ganze abläuft. Ich kann lediglich beim Kauf des Grüntees darauf achten, dass ich Tee aus Bio und Max Havelaar Anbau kaufe. Dies ist jedoch wieder eine finanzielle Frage…

(Bildquelle: http://www.tob-tee.de/fotos/DerWegDesTees/pflueck.jpg)