Dienstag, 3. März 2009

Was steckt im Handy drin?

Ein Handy besteht aus Rohstoffen, die in Entwicklungsländern wie Afrika in Minen abgebaut werden. Die Arbeitsbedingungen sind dort sehr hart. Die Menschen dort müssen täglich mehr als 10 Stunden für einen Lohn von ca. 1 Euro arbeiten. Auch Kinder werden nicht verschont. Die Versorgung mit Essen und Wasser ist nicht ausreichend gewährt. Aus den abgebauten Rohstoffen, werden in Billiglohnländern wie China die Einzelteile für ein Handy zusammengebaut. Europäische Handyhersteller können so viel Geld sparen, da Arbeitskraft in asiatischen Ländern billiger ist, als in Deutschland. Nachdem sie mit den Einzelteilen versorgt sind, werden sie von Handyproduzenten wie Nokia zusammen gesetzt, die zusätzlich für die Entwicklung des Designs und der Technologie, sowie der Vermarktung (Werbung) verantwortlich sind. Obwohl die Handyunternehmen fast nichts zur Produktion beigetragen haben, verdienen sie das meiste Geld an einem Handy. Anschließend kaufen die Mobilfunkanbieter, wie z.B Telekom oder O2 die Handys und verkaufen die weiter an ihren Kunden. Bereits nach 18 Monate wechseln die meisten Kunden ihr Handy, was dazu führt, dass dieser Kreislauf immer wieder von vorne beginnt. Mit diesem Wissen über die Herstellung von Handys, sollte man es sich besser 2x überlegen, ob man nach 18 Monaten unbedingt ein neues Handy haben muss, obwohl das "alte" noch gut funktioniert. Ist das wirklich nötig?


Rohstoffe, wie z.B. Buntmetalle oder Gold, die in Handys enthalten sind, werden in Minen von Kindern in Entwicklungsländern, wie Afrika abgebaut. Diese Kinder leben dort unter katastrophalen Umständen. Sie wurden von der Armee entführt, in Ausbildungslager gesteckt und nun schuften sie in den Minen und bauen diese Rohstoffe ab. Danach werden die abgebauten Rohstoffe in Billiglohnländern zu Einzelteilen verarbeitet, indem die Rohstoffe u.a. gereinigt werden.

Diese Einzelteile werden anschließend an die Handyproduzenten wie z.B. Nokia, Siemens, Samsung, Motorola versendet. Diese Firmen designen und produzieren neue Handys und können dadurch Arbeitsplätze wie Techniker, Arbeiter, Programmierer usw. anbieten. Mobilfunkanbieter wie z.B. o2, Base, Vodaphone usw. kaufen diese Handys und verkaufen ihr Mobilfunknetz zusammen mit den Handys an die Kunden. Außerdem recyceln sie alte, leicht beschädigte oder kaputte Handys. Dieses Recycling findet bei Firmen, wie z.B. Greener Solution, statt.
Diese Erkenntnis über die Herstellung eines Handys hat mich schon ein bisschen geschockt. Trotzdem sind bei mir oftmals die Handys nach der Vertragslaufzeit kaputt und ich brauche sowieso ein Neues. Dass man scheinbar sein Handy recyceln kann, wusste ich nicht, finde ich aber super, weil so wenigstens ein Teil der wertvollen Rohstoffe wiederverwendet werden kann. Ich denke am schlimmsten ist es, wenn man das Handy einfach in den Müll wirft.

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