Montag, 11. Mai 2009

Tauschbörse

Am heutigen Morgen kam bei uns richtige Flohmarkt-Stimmung auf. Es fiel uns nicht so schwer, Dinge mitzubringen. Wir haben Sachen ausgewählt, die wir schon lange nicht mehr gebraucht haben und die uns nichts mehr bedeuten. Bei den meisten sind wir froh, dass wir sie los geworden sind. Für uns hatten sie keinen brauchbaren Wert mehr und standen einfach herum.
Ist eigentlich schon "krass", wie viele Gegenstände wir zuhause zu haben pflegen, die wir nicht benötigen. Diese an Personen weiterzugeben, ist sehr sinnvoll. Wir finden es witzig, dass für uns unbrauchbare Gegenstände für andere von Nutzen sind.
Trotzdem verstehen wir, dass nicht alles mitgenommen wurde.
Wir mussten uns aber überwinden, etwas mitzunehmen, wofür wir nichts zahlen müssen. Das ist ein ungewohntes Gefühl.
Das Angebot verlockte einige aber auch dazu, Dinge zu nehmen, die wir selber auch nicht unbedingt brauchen....
Grundsätzlich haben wir mehr mitgebracht, als wir genommen haben.

Mit Kindern könnte man das ziemlich genau so durchführen. Nicht gerade im Kindergarten, aber etwa ab der 2. Klasse. Evtl. sogar mit dem ganzen Schulhaus. Nur müsste der Zeitpunkt etwas klarer gesetzt werden: Zuerst alles ausstellen und dann gleichzeitig starten mit dem Auswählen. Auch wird es dann kritisch, wenn zwei Kinder genau den gleichen Gegenstand möchten. Da müsste man zuvor gewisse Regeln aufstellen.

Dienstag, 5. Mai 2009

Brauchen wir all die Kleider, die wir kaufen?





Welche Frau kennt es in unseren Breitengraden nicht… es packt uns hin und wieder – wir gehen shoppen. Eventuell völlig spontan, ohne Vorhaben irgendetwas zu kaufen oder auch richtig geplant: „Ich brauche unbedingt eine neue Jeans“.

Schon häufig habe wir uns kurz vor einem Kleiderkauf überlegt: Brauche ich das wirklich? Zu 90% würden wir die Frage mit nein beantworten. Trotzdem schlagen wir meist zu.

Wir würden uns jetzt nicht als Frauen bezeichnen, die enorm viele Kleider einkaufen. Aber trotzdem erstaunt es uns bei der genaueren Betrachtung unseres Kleiderschrankes immer wieder von Neuem: 10 Paar Jeans, unzählige Oberteile, Pullover… und trotzdem haben wir so unsere fünf Lieblingssachen, die wir häufig tragen und die anderen bleiben die meiste Zeit unbeachtet im Schrank liegen.

Manchmal packt uns dann das schlechte Gewissen: in anderen Ländern haben sie nichts anzuziehen, erfrieren und ich lebe in einem solchen Überfluss?!? Das kanns doch wirklich nicht sein!

Als Studentinnen kaufen wir meist sehr günstig ein – H&M, C&A oder sogar secondhand. Dabei müssten wir uns zusätzlich Gedanken über die Produktionsweise dieser Kleider machen. Wer hat dieses Kleidungsstück womöglich bearbeitet? Vielleicht ein Kind? Wie viel Geld verdient diese Person wohl an diesem günstigen Kleidungsstück? Sicherlich sind die billigen Preise nicht fair…dennoch können wir uns als Studentinnen keine teuren Markenkleider leisten… das ist ein Teufelskreis, in dem wir uns da befinden.

Um unser schlechtes Gewissen zu beruhigen, haben wir uns im Rahmen eines nachhaltigen Projektes dazu entschieden, jemanden, der es wirklich nötig hat, an unserem Überfluss an Kleidern teilhaben zu lassen. Wir schenken unsere gut erhaltenen Kleider weiter – an die Kleidersammelstelle, welche mit caritas zusammenarbeitet.

Hoffen wir, dass diese Kleider am richtigen Ort ankommen und jemand davon profitieren kann!

Ein kleiner Beitrag zur Nachhaltigkeit – aber ein erster Schritt in die richtige Richtung.

In Zukunft werden wir unser Kleiderkauf-Verhalten noch genauer unter die Lupe nehmen.


Mirjam B. Vogel, Petra Oberholzer, Sina Huber, Eveline Buchegger, Carla Bokstaller

Dienstag, 7. April 2009

Rückmeldung 2

Liebe Studierende,

obschon manche von Ihnen durch die beiden letzten Wochenblogs mitten im Schlussspurt für die Bachelorarbeit „erwischt“ wurden, haben Sie sich doch mehrheitlich den Aufträgen zu Natur und Achtsamkeit gestellt und dabei Erfahrungen gemacht. Diejenigen, die ihre BA für eine Stunde weglegen konnten, fanden weitgehend, dass dies gewonnene und nicht vertane Zeit ist, dass durch den Aufenthalt in der Natur Energie, die vorher gefehlt hat, zurückkommt. Einfach nur sein, wahrnehmen, sich öffnen und die automatisierten Gedanken für eine Weile loslassen, das ist Balsam für die Seele und purer Stressabbau. Danke für die eindrücklichen Beschreibungen und Selbstbeobachtungen! Entspannung, Ruhe, Vertrauen, Schönheit, Fluss des Lebens, Eingebundensein sind Stichwörter, die aufscheinen. Diejenigen, die sich jetzt nur theoretisch über ihre Naturbeziehung geäussert haben oder im Auto/Zug die Natur „erlebt“ haben mögen doch an einem herrlichen Frühlingstag die entgangene Erfahrung nachholen. Es lohnt sich!
Ihre Achtsamkeitsblogs erzählen viel über achtsames Handeln für eine nachhaltige Zukunft. Sie sind wirklich aufmerksam geworden für das, was Sie selber und andere tun oder unterlassen. Auch die PH kommt nicht ungeschoren weg, nicht zu Unrecht. Lassen Sie es uns doch wissen, wenn Ihnen etwas auffällt und ärgern Sie sich nicht im Stillen. Gemeinsam können wir mehr erreichen und etwas verändern.
Für mich hat Achtsamkeit zunächst nicht die Handlungskomponente, sondern ich versuche mit den Übungen oder Erinnerungszetteln aus automatischem Denken und Tun aufzuwachen und in Kontakt zu kommen mit mir selbst, bewusst und ohne zu urteilen im gegenwärtigen Moment zu sein, in Harmonie mit mir und der Welt zu leben. Die aus der Buddhistischen Praxis stammende Achtsamkeit hat sich säkularisiert und ist heute als Fundament zum Handeln weit verbreitet. Der Mediziner Jon Kabat Zinn hat mit seinen Büchern und CDs eine wunderbare Basis für Stille und Selbstbesinnung im Alltag geschaffen (Tipp auch für den hektischen Berufsalltag einer Junglehrerin/eines Junglehrers: Im Alltag Ruhe finden, Fischer Verlag, 2007).

Ich wünsche Ihnen von Herzen sonnige Ostertage mit viel Ruhe und Entspannung
U.Frischknecht

PS: In Ihrer Bloggruppe sind die Aufträge in Ordnung und müssen nicht nachgebessert werden.

Dienstag, 17. März 2009

Spatziergang im Wald


Ich wiess nicht mehr wo weitermachen... All die Modulnachweise die noch anstehen. Zudem warten die Arbeiten im Hauhalt, Einkäufe für die Familie, etc. In letzter Zeit hatte ich keine Zeit mehr für mich. Ich getraue mich auch nicht, mir diese Zeit zu nehmen. Meine Modulnachweise werden ja nicht von einem Wichtelmännchen geschrieben, während dem ich mich an der Sonne auf dem Balkon ausruhe und über mein Leben nachdenke.

Jetzt aber muss ich mir diese Zeit nehmen - ein Auftrag der Schule. Ich freue mich, diese Stunde mir und der Natur zu widmen. Müde und ausgelaugt beschliesse ich mich einen Spaziergang im nahegelegenen Wald zu unternehmen.

Ich treffe einzelne Leute. Ein älteres Ehepärchen und eine Frau mit ihrem Hund. Schön, denke ich, wenn man an einem solch sonnigen Tag sich Zeit nehmen kann, einen Spaziergang in dem „frühlings-erwachenden“ Wald zu machen. Ich richte meine Aufmerksamkeit der Natur zu. Ich höre einzelne Spatzen singen, sehe eine Amsel am Boden nach Futter suchen, nehme das Windrauschen des Waldes wahr, betrachte die riesengrossen Tannen (gigantisch, wie gross die sind), finde erste blühende Knospen an einem kleinen Strauch, höre das Rauschen des Baches, ... Unglaublich, was da alles in einem solchen Lebensraum abläuft und zu hören, zu beobachten, wahrzunehmen ist.
Ich geniesse diese Zeit für mich. Ich kann völlig abschalten und vergesse alles um mich herum. Mir wird bewusst, dass ich mir in Zukunft des Öfteren solche Momente gönnen muss - und auch darf.

Ich denke, dass das Dasein der Natur viel zu wenig genutzt und geschätzt wird. Wir vergessen all ihre Schönheiten in unserem stressigen Alltag. Schade! Wenn die Schule im Sommer abgeschlossen ist, werde ich ganz bestimmt mit meinem Sohn wieder öfters in den Wald gehen.

Naturgenuss


Leider kam auch bei mir in letzter Zeit das Geniessen der Natur zu kurz... wenn man so viel zu tun hat, setzt man andere Prioritäten. Jedoch wäre es, wie auch Carla schreibt, eine wunderbare Abwechslung zum stressigen Studienalltag.

Letzten Sonntag kam ich aber dennoch einige Zeit dazu, mich draussen zu bewegen. Wir spazierten um einen riesigen Weiher namens "Wichensteinli", der sich im Naturschutzgebiet befindet .. dieser Weiher beeindruckt mich immer wieder von Neuem, weil er sehr speziell ist. Aus ihm ragen überall ganz dicke Baumstämme heraus, es sieht nicht aus wie von dieser Welt.

Beim Hinsetzen und Horchen fiel mir folgendes auf: auf, in und um ihn sind viele Lebewesen zu beobachten. Vögel, Enten, Schwäne,Fische, Insekten... alle diese Tiere schätzen den Weiher und leben wohl von und mit ihm. Beim Zurücklaufen fielen mir die vielen "Wiedekätzli" am Wegrand auf. Meine Begleitung reagiert allergisch auf diese, da sie wohl viele Pollen enthalten (diese Allergien, auch ein Zeichen unserer Zeit)... glücklicherweise fühle ich mich in der Natur sehr wohl und reagiere kein bisschen allergisch auf irgendetwas... Ich weiss die Natur als Ruhe- und Kraftort sehr zu schätzen. Dabei werde ich mir desöfteren wieder bewusst, dass ich auch Verantwortung für diese wunderschöne Natur trage. Ich kann unter anderem beeinflussen, wie sie sich weiterentwickelt und wie es ihr in Zukunft gehen wird. Ich versuche mich stets respektvoll gegenüber ihr zu verhalten und hoffe, in Zukunft etwas mehr Zeit dazu finden zu können!

Montag, 16. März 2009

Zeit haben...Zeit geniessen...eine Kunst?

Als ich vorgestern den Auftrag für den Blog in dieser Woche gelesen habe, fragte ich mich ein wenig ärgerlich, wann ich in dieser letzten Woche vor der Abgabe meiner Bachelorarbeit die Zeit finden würde, eine Stunde lang die Natur zu geniessen.
Seit ungefähr fünf Wochen arbeite geht beinahe meine ganze Freizeit für die Bachelorarbeit drauf. Jeden freien Nachmittag, jeden Samstag und Sonntag sitze ich an meinem Laptop oder an der Nähmaschine.
Meine Mutter hat mir in dieser mühsamen Zeit oft geraten, mit ihr einen Spaziergang in der Natur zu machen oder mich einfach für eine kurze Zeit nach draussen zu sitzen. Nachgegangen bin ich diesen Ratschlägen nicht.
Wenn ich soviel zu tun habe und mich dann versuche hinzusetzen und das Nichtstun zu geniessen, kann ich mich am allerwenigsten entspannen. Es kreisen mir nämlich 1000 Gedanken durch den Kopf, wie ich was wann am besten erledige. Denke ich nur daran, was in diesem halben Jahr noch alles auf mich zukommt, werde ich beinahe wahnsinnig. Deshalb beschäftige ich mich lieber den ganzen Tag ununterbrochen, damit solche belastenden Gedanken den Weg in meinen Kopf gar nicht erst finden.

Heute, an diesem schönen frühlingshaften Tag, hatte ich besonders Mühe, nur in meinem Zimmer zu sitzen. Ich bin nämlich gerne in der Natur, aber aktiv. Ich muss eifach immer etwas tun.
Nun hatte ich mir für heute vorgenommen, meine Puppe (Teil meiner BA) fertigzunähen und an der Arbeit weiterzuschreiben. Als erstes musste ich sägen. Dafür ging ich gerne an die frische Luft. Auf dem Sitzplatz genoss ich das Gefühl der wärmenden Sonne auf meinem Rücken. Anschliessend musste ich den Kopf der Puppe an den Körper nähen. Dies erledigte ich in meinem Zimmer. Ich öffnete die Balkontüre und stellte einen bequemen Sessel in den Türeingang. Dort verbrachte ich zwei Stunden in der warmen Sonne mit Nähen. Ich konnte im Tshirt dasitzen und hatte beinahe zu heiss. Dies mag ich besonders an der Natur. Wenn es so warm ist, dass ich fast ins Schwitzen komme, aber nur fast.

Natürlich versuchte ich, den Auftrag doch bestmöglich umzusetzen und konzentrierte mich deshalb neben meiner Näharbeit auf die Eindrücke meiner Umgebung.
Leider hatte ein Bauer gerade heute die Idee, zu "gülnen", weshalb es nach dem Mittag unerträglich stank draussen. Ich überging diesen Gestank, weil ich es nicht ausgehalten hätte, bei diesem Wetter hinter geschlossener Balkontüre zu sitzen.
Etwa 100m vor unserem Haus finden gerade Bauarbeiten statt. Dies verursacht leider einen ziemlichen Lärm. Jedoch habe ich es geschafft, diesen zu überhören. Viel mehr genoss ich das Vogelgezwitscher und die Stimmen im Garten herumwerkelnder Nachbarn. Diese Geräusche gehören für mich zum Frühling.
Heute habe ich gemerkt, wie sehr ich mich auf wärmere Tage freue!
Ich hoffe natürlich, dass ich in den nächsten Wochen einmal die Zeit finden werde, die Natur zu geniessen ohne ständig über bevorstehende Arbeiten und Erledigungen nachzudenken. Am meisten freue ich mich auf das Am-See-Liegen. Dies ist der einzige Ort an der Natur, wo ich das Nichts-tun geniessen kann. Eigentlich schade, dass ich sonst so "ungemütlich" bin...

Sich Zeit nehmen...

Ehrlich gesagt hatte ich mit dem Wochenimpuls dieser Woche ein bisschen meine Probleme. Einfach eine Stunde hinaus in die Natur sitzen, nichts tun und die Umgebung wahrnehmen? Einerseits muss ich dann immer wieder daran denken, welche Arbeiten ich alle noch zu erledigen hätte, andererseits bin ich der Typ Mensch, der sich bei Stille gar nicht so gut entspannen kann. Während des Lernens und Arbeitens brauche ich mindestens Musik um mich herum, wenn es ganz still ist kann ich mich überhaupt nicht konzentrieren, weil es einfach zu leise ist...
Wenn ich mich nach draussen unter einen Baum setze, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass ich unter der Einwirkung der Sonne einschlafe. Dies passiert mir häufig wenn ich mich in die Wiese lege und ein Buch lesen möchte.
Die Frage ist nun, ist das normal, haben das noch andere Leute? Oder ist es schon traurig, dass ich ohne Medien gar nicht mehr sein kann...
Darum dachte ich mir, packe ich eben ein paar Basteleien für meine Bachelorarbeit nach draussen und versuche wenigstens, ohne Medien rundherum zu arbeiten.
Anfangs war es sehr schön, ich konnte in der Sonne auf der Terasse sitzen und meine Figürchen für ein kleines Rollenspiel optimieren. Ab und zu schaute ich in den Garten und sah ein paar Insekten, die sich um die Büsche tummelten. Etwas ferner hörte ich die Autos auf der Hauptstrasse vorbeifahren.
Immerwieder musste ich aber hineinlaufen, um den Leim, eine Zeitung oder andere Materialien für die Verarbeitung zu holen. Nach 20 min wurde mir das Ganze dann doch zu blöd und ich packte meine Sachen und arbeitete wieder an meinem Schreibtisch.
Um mich aber doch noch der Natur zu widmen, gehe ich nach getaner Arbeit noch eine Runde mit meinem Hund in den Garten spielen.
So ganz ruhig unter einen Baum sitzen ist eben einfach nicht meine Art...

Sonntag, 15. März 2009

Am See


Ich geniesse meinen ersten Frühlingstag am Lago di Lugano im Tessin. Die Steinmauer in Melide am See ist warm. Ich beobachte zwei ca. 8 cm grosse Krebse, die durch den grünen Algenboden im Wasser wandern und nach Futter suchen. Das Wasser ist still. Einzelne Boote fahren vorbei. Die kleinen Wellen schlagen an der Mauer auf. Ein rauschen ist zu hören. Ich geniesse diese Stimmung. Die Aussicht über den See, welcher sich durch die Berg- und Hügellandschaft breit macht, ist wunderschön. Ich höre die Flussseeschwalben pfeifen und beobachte zwei Enten, die sich balzen. 

Solche Begegnungen mit der Natur bedeuten mir sehr viel. Diese Momente geben mir Kraft. Ich kann völlig abschalten, denke weder an die kommenden Wochen noch an meine Bachelorarbeit, welche dringend zu Ende geschrieben werden sollte. Ich kann mir Zeit nehmen - Zeit für mich und die Natur.

Ich bin ein Mensch, der sich oft ruhige Plätze in der Natur aufsucht und sich nach ihrer Stille sehnt. Sei es mit einem Spaziergang durch den Wald, einem Sonnenuntergang am See, einer Wanderung in den Alpen, eine Schneetour durch die verschneite Berglandschaft, einer Velo- oder Biketour entlang des Rheins oder durch die schöne Hügellandschaft des Juras. (Unglaublich, was die Schweiz alles zu bieten hat! Schade, dass es viele Leute viel zu wenig nutzen - oder überhaupt gar nicht wahrnehmen.) 


Mir ist die Natur sehr wichtig. Es ist mir deshalb auch von grosser Bedeutung, dass mit ihrer Schönheit und Vielfalt sorgfältig und dankbar umgegangen wird. Ich hoffe, dass ich als zukünftige Lehrperson meine Einstellungen und Erfahrungen den Kindern weitergeben kann.



Freitag, 13. März 2009

Der Wickeltisch

Ich habe ein Post-it Zettel mit der Aufschrift „sei achtsam“ oberhalb des Wickeltisches an die Wand geklebt. So wurden mein Mann und ich, jedes Mal wenn wir unseren Sohn wickelten darauf aufmerksam. Dies hatte dann zur Folge, dass wir auf die Wegwerf-Wischtüchlein verzichteten und stattdessen im Bad einen nassen Putzlappen holten. Denn diesen kann man wieder auswaschen und mehrmals gebrauchen. Zudem schauten wir ganz bewusst auf die Windeln und wechselten diese nicht einfach „kopflos“ weil es eben Zeit ist. Wenn also die Windel nicht sehr voll war und noch getragen werden konnte, machten wir sie wieder zu und wechselten sie erst zu einem späteren Zeitpunkt. Mit dieser Aktion konnten wir im Durchschnitt 1½ Wegwerf-Windeln pro Tag einsparen und unser Sohn Nando hatte trotzdem immer trockene Hosen! Erstaunlich, was man mit etwas mehr Aufwand erreichen kann. Als drittes bemühten wir uns jene Kleider die noch nicht so extrem schmutzig waren nicht gleich in den Wäschekorb zu werfen, sondern ihm nochmals anzuziehen. Auch sein „Pischi“ wechselten wir nicht so häufig wie sonst. Von dieser Aktion resultierte eine Wäschezeine die mal nicht übervoll ist. Sicher konnten wir durch diese Handlung keinen Waschgang einsparen aber wenn man dies auf ein Jahr hochrechnet, denke ich, kann man bestimmt den einen oder anderen Waschgang sparen. Somit auch Strom, Wasser, Waschmittel, etc.
Ich bin wirklich erstaunt was wir alles erreicht haben und dass nur dank der kleinen „Message“ an der Wand in unserem Kinderzimmer. Anfangs fragte sich auch mein Partner was denn das solle, doch am Schluss fand er es ebenfalls eine gute Sache und war stolz, dass wir so sichtbar Material sparen konnten.

Volle Züge, halbleere Autos...

Morgens um 7 Uhr im Zug von Buchs nach Rorschach - mein täglicher "Arbeitsweg". Von Studenten, über Dozenten, Lehrlingen und Schülern, die Zugabteile sind immer voll und freie Plätze sind praktisch Mangelware.
Tatsächlich gibt es dann Leute, die sich entweder miteinander lautstark unterhalten, oder total private Gespräche am Telefon halten…und ich möchte mich eigentlich um diese Zeit noch an mein „Aufwachen“ gewöhnen, noch ein bisschen dösen…

Komisch, so viele Leute sind in den öffentlichen Verkehrsmitteln, und doch verpesten wir mit den Autos die Umwelt? Fahren denn wirklich so viele Leute mit dem Auto zur Arbeit? Schliesslich ist auch der Bus zum Buchser Bahnhof immer rappelvoll.

Im Zürcher Tagesanzeiger fand ich einen Artikel darüber, wie oft die Zürcher mit dem Auto zur Arbeit fahren. (http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kanton/Zuercher-sausen-taeglich-tausendmal-rund-um-die-Erde/story/24176175). Tausendmal um die Erde würden sie sausen…hm die Züge in Zürich sind trotzdem überfüllt.

Gegenüber den nachhaltigen Nachteilen eines Autos, hat es eben auch praktische Vorteile: Man hat genug Platz, kann abfahren wann man will, niemand stört, man braucht kein Billet…und in Fahrgemeinschaften wäre das Ganze schon viel nachhaltiger.
Dafür finde ich es aber im Zug bequemer, ich kann noch ein bisschen schlafen oder für den Unterricht etwas repetieren und der Zug fährt einfach so, ohne dass ich etwas machen muss.

Und wenn ich dann den viertelstündigen Fussweg zur Schule hinauf gehe, sehe ich doch einfach mehrere vorbeifahrende Autos, die gerade mal einen Fahrer beinhalten…

Donnerstag, 12. März 2009

Liebe Studierende,

Zwischen dem dritten und dem vierten Wochenimpuls melde ich mich als Ihre Blogbetreuerin einmal bei Ihnen. Mit grossem Interesse habe ich Ihr Schreiben verfolgt und habe nun insgesamt fast 80 Posts zu CO2-Rechner, Medienberichten und Vernetzungen gelesen. Ganz unterschiedlich kommen sie daher: ausführlich und gut untermauert durch Recherchieren manche, kurz und bündig und etwas gar allgemein gehalten andere, mehr oder weniger kritisch reflektiert ein guter Teil der Posts und vor allem beim Fussabdruck allesamt konkret auf die eigene Situation und das eigene Verhalten bezogen. Grundsätzlich kommt es mir vor, als hätten diese drei Wochen doch wichtige Bewusstseinsimpulse bei Ihnen ausgelöst (stimmt’s?). Es fallen Ihnen Tatsachen, Situationen, Gegebenheiten und Zusammenhänge neu und anders auf. Mit Kopf und Herz, so scheint es mir beim Lesen sind viele von Ihnen auf die Fragen der Nachhaltigkeit eingestimmt.
Ich habe gemerkt, dass bei Ihren Posts vieles aufscheint, was mich auch beschäftigt. Auf einen Punkt möchte ich dabei kurz eingehen:
Wir wissen zwar um die Zerstörungen der Umwelt, um die sozialen Probleme und Ungerechtigkeiten hier und andernorts in der Welt und wir sind in der Lage, die unbequeme Wahrheit eigentlich ganz gut zu sehen. Gleichzeitig richten wir unser Verhalten doch nur bedingt auf diese Tatsache ein. Wir schwenken rasch wieder auf die Schiene ein, dass der Staat, die Wirtschaft, die Mächtigen doch sollten (was absolut richtig ist) oder dass andere - die Amerikaner zum Beispiel - noch viel schlechter sind als wir (was auch richtig ist). Damit kommen wir allerdings in der allseits vernetzten Welt nicht weiter. Wir können, ja wir müssen dort etwas tun, wo wir unsere Fähigkeiten haben und wo unser Einflussbereich liegt. Und der ist gar nicht so klein, wie wir oft denken. Einzelinitiativen summieren sich zu ganz gewaltigen Resultaten, bevor die Politik oder diejenigen der Mächtigen, die nicht an den Klimawandel „glauben“ (als ob das eine Glaubenssache wäre!) sich zu etwas aufraffen können.
Klar ist, dass immer Widersprüche bleiben, wie eben jeder Mensch an sich schon widersprüchlich ist. „Die Grenze zwischen Gut und Böse verläuft mitten durch unser Herz“, hörte ich kürzlich und kann das gerade im Nachhaltigkeitshandeln bei mir bestens nachvollziehen. Ich weiss, dass ich im Alltag niemals 100% konsequent bin, dass ich an einer noch lange nicht nachhaltigen Institution arbeite und ich immer wieder abwäge zwischen verschiedenen Bedürfnissen und mich da und dort für einen kurzfristigen Gewinn entscheide. Dennoch - und das meine ich auch bei Ihnen zu spüren – ist das Leitbild Nachhaltigkeit fest im Denken verankert.
Ich melde mich noch einmal nach dem 5. Wochenauftrag. Ich wünsche Ihnen alles Gute beim weiteren Nachdenken über konsequente Abfalltrennung, auf der Suche nach gerechter Schokolade, nach Kleidern ohne Kinderarbeit, beim Genuss von Bio-Tee oder frischem Brot vom Bäcker.

U.Frischknecht

Eben habe ich eine Webseite gefunden, die Einzelne miteinander vernetzt, damit sie sich nicht so alleine vorkommen: http://www.carbonrally.com/

Mittwoch, 11. März 2009

Wie gut ist die Verpackung unserer Lebensmittel?

Mir fällt immer wieder auf, wenn ich in einem Lebensmittelgeschäft bin, wie gut verpackt unsere Nahrungsmittel doch sind. Doch was ist eigentlich eine gute Verpackung? Ist es sinnvoll, wenn Guetzli in einem Plastikbehälter mundgerecht gestapelt sind, der Plastikbehälter mit Alufolie verschlossen und dies alles in einer Kartonschachtel steckt? Braucht es diese aufwendige, nicht gerade umweltfreundliche Verpackung überhaupt? Und wenn ja, für was?
Diese Fragen stelle ich mir, wenn es wieder einmal Minuten dauert, bis ein Guetzli aus der Packung in meinen Mund wandern kann.

Die Lebensmittelhersteller achten darauf, dass ihr Produkt so lange wie möglich haltbar ist. Dazu verpacken sie die Ware möglichst luftdick mit speziellem Material und schützen diese Hülle durch eine zusätzliche Verpackungsschicht vor Einstichen oder Rissen. Denn schon das kleinste Loch in dieser wichtigen Hülle, könnte dafür sorgen, dass das Produkt vor dem Verfallsdatum ungeniessbar wird.
Diese Methode und vor allem diese Überlegungen sind ein Luxusproblem. Warum brauchen wir überhaupt Nahrungsmittel zu Hause, die wir ein Jahr oder länger behalten können? Wir könnten ja einfach einkaufen gehen und innerhalb einigen Tagen alles essen, was wir gekauft haben. So sparen wir sogar Geld, weil wir nur soviel kaufen, wie wir wirklich auch essen. Das setzt natürlich voraus, dass wir gut einschätzen können, wie viel Nahrung wir für 4-5 Tage benötigen und auch Dinge kaufen, welche nicht nach einem Tag schlecht werden.
Die Verpackung wird umso differenzierter, je länger das Produkt halten soll.
Wir sollten an die Menschen in der dritten Welt denken, wenn wir zwei-drei Verpackungsschichten öffnen müssen und uns vornehmen, dieses Produkt nie mehr zu kaufen. Die hungernden Menschen auf unserer Welt kümmert es nämlich nicht, wie lange Nahrungsmittel haltbar ist. Sie sind froh, überhaupt etwas zu essen zu haben und würden auch Dinge essen, die schon lange verfallen sind.

Auch dies ist ein Problem unserer Gesellschaft. So bald es ein Tag nach dem Verfallsdatum ist, werfen wir ein Produkt weg. Doch wir könnten die meisten Dinge noch einige Tage über dieses Datum weg essen und hätten nicht die kleinste Nebenwirkung zu befürchten! Dieses Thema würde gerade einen zweiten Blog füllen, ja ich könnte ewig über die Gründe und Folgen unserer Verpackung schreiben.
Wichtig ist vor allem, dass wir alle darauf achten, Produkte mit wenig und umweltfreundlicher Verpackung zu kaufen. So können wir wieder etwas für den Umweltschutz beitragen!

Papier – ein täglicher Begleiter


für die animierte Version des Bildes: http://www.wwf.ch/de/derwwf/themen/wald/papier/papierd/papierverbrauch.cfm

Ich widme mich in diesem Blog dem Thema Papierverbrauch.
Gestern hinter einer ellenlangen Schlange an der Kasse des Migros: Ich sehe die Kassierin den Kassenzettel hinhalten und höre sie fragen: „Kassezettel?“ Die meisten Kunden antworten:„Bruch i nöd, danke“. So verschwinden Tag für Tag tausende sinnlos ausgedruckte Kassenzettel im Abfalleimer. Natürlich bin ich mir bewusst, dass es ziemlich kompliziert wäre, wenn man zuvor bei jedem Kunden fragen müsste, ob sie den Kassenzettel ausgedruckt haben möchten. Dann würden die Schlangen wahrscheinlich noch länger und länger…bereits die Frage „Hend Sie e Cumulus Karte?“ Raubt täglich bestimmt einige Stunden. Es gibt heutzutage nur noch wenige Menschen, die den Alltag gelassen nehmen und denen Zeit keine Zeit spielt. Immer muss alles schnell gehen – wir leben ja auch in einer schnelllebigen Zeit. Jetzt aber wieder zurück zum Papier. Ich würde behaupten jeder Mensch kommt täglich mit Papier in Kontakt. Bei mir beginnt der Tag 7 Uhr morgens am Bahnhof Buchs. Ich schnappe mir eine der drei beliebten Gratiszeitungen. Papier begleitet mich durch den Tag, sei dies in der Schule, in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder sogar auf der Toilette. Ich persönlich achte zuhause darauf, auch aus finanziellen Gründen, dass ich Papier, das bereits einmal bedruckt wurde, für Entwurfdrücke (beispielsweise der Bachelorarbeit) oder für Zusammenfassungen nochmals verwende. So konnte ich sicherlich schon einiges an Papier einsparen. In einem Praktikum war ich ziemlich geschockt darüber, wie viel Papier so in einem Schulhaus Tag für Tag gebraucht wird… meist natürlich gebleichtes weisses Papier. Meint ihr die Schüler würde es stören, wenn sie nur noch Umweltpapier bekämen? Ich denke nicht, das wäre sicherlich nur eine Gewöhnungssache. Am Ende des Tages erblicke ich die vielen übrig gebliebenen Gratiszeitungen und frage mich – übertreiben wir es nicht ein bisschen?

Dienstag, 10. März 2009

Wo entsorgen wir unseren Abfall?

7.00 Uhr, Buchs SG: Eine Kollegin trinkt neben mir im Zug ein Schokodrink aus einer Pet-Flasche. Die Verpackung wandert anschliessend in den Abfalleimer im Zugabteil. Neben der Flasche befinden sich noch eine Bierdose und eine alte 20Minuten Zeitung im Kübelfach.
Ich mache mir Gedanken darüber, wo und wie ich meinen produzierten Abfall im Zug, an den Bahnhöfen, in der Stadt, in der Mensa entsorge. Dabei wird mir bewusst, dass ich an öffentlichen Plätzen meinen Abfall (jeglicher Art) immer in den nächsten Eimer werfe. Geht es dir auch so? Ehrlich, mir kam wirklich noch nie in den Sinn, die „Karton-Schokoladenhülle“ (z.B. von Ragusa oder OVOSchokolade) nach Hause zu tragen und separat in der Altpapierkiste zu entsorgen. Auch die leere 5dl Pet-Flaschen werfe ich in der Stadt in den nächsten Abfalleimer, wenn es in meiner Tasche keinen Platz mehr hat. Ich frage mich, ob ich wirklich zu faul bin, die Flasche bis zur nächsten PET-Sammelstelle mitzutragen? Nein, ich glaube mir war das gar nie so richtig bewusst, weil „wir“ es uns gewohnt sind, den Abfall im öffentlichen Raum nicht zu trennen! Oder sind wir uns dass?
Ich erinnere mich an Turnfeste, an Zirkusbesuche, an Pausensituationen, wo der Abwahrt, die Putzequipe den herumliegenden Abfall aufsammelt und in den gleichen Sack wirft. Eine Abfalltrennung wäre in solchen Fällen, denke ich, viel zu umständlich. Dennoch sollte sie meiner Meinung nach stattfinden!

Zuhause halte ich mich strikt an die Abfalltrennung. Seid wir in der 6. Klasse das Thema „Abfall“ behandelt haben, ist bei uns immer noch das Plakat der Abfalltrennung aufgehängt. Ich nehme mir für diese Woche – und auch für die Zukunft – vor, die Abfalltrennung im öffentlichen Raum bewusster und sorgfältiger wahrzunehmen und umzusetzen. Ich werde versuchen, meine Kolleginnen und Kollegen darauf aufmerksam zu machen. Ich hoffe, dass ich das mit meinem Blogbeitrag bereits konnte…

Donnerstag, 5. März 2009

Mein Brot

Trrr trrr, aufstehen… es ist Samstagmorgen. Gemütlich stehe ich auf, spaziere zum Dorfladen und kaufe für mich und meine Familie ein frisch gebackenes Brot. Welche Prozesse hat wohl das Brot bereits durchlaufen?

Fangen wir mit der Bäckerstube an. Da stehen Unmengen an Maschinen und Arbeitsutensilien im Raum, die alle einmal angeschafft werden mussten und zum Teil auch gewartet werden müssen. Der Bäcker muss Tag für Tag die Komponenten wie frische Zutaten, allfällige Beimischmittel und Gewürze für sein Brot besorgen. Für jedes Brot muss er eine bestimmte Mischung machen und diese wird dann von einer Maschine geknetet bis der Teig bereit ist. Je nach dem muss er noch etwas ruhen bis er weiter verarbeitet werden kann. Vom Bäcker wird der Teig geformt, in den Ofen geschoben und wird gebacken. Nach dem das Brot abgekühlt ist, wird es eingepackt und verteilt, wie z.B. in den Volg.

Unglaublich, wie viel Energie es für eine Brotherstellung braucht. Der Mixer, die Knetmaschine und insbesondere der Ofen, alles läuft auf hochtouren und gerade letzteres benötigt enorm Strom. Zudem ist zu beachten, dass der Bäcker um 02.00 Uhr zu arbeiten beginnt und somit während der ganzen Arbeitszeit Licht benötigt. Ganz zu schweigen ist die graue Energie die benötigt wird für die Herstellung und Transporte aller Zutaten, wie zum Beispiel Mehl, Hefe und Gewürze, etc. Weiter geht das Brot mit einem Lieferwagen zum Volg. Je nach dem muss das Brot beim Detailhandel noch fertig gebacken werden und verbraucht somit doppelt Energie. Ich danke dem Bäcker viel Mals für seine Arbeit und natürlich für all die Lieferanten welche es ermöglichtem dem Bäcker seine Arbeit zu erledigen.

Dienstag, 3. März 2009

Kleiderproduktion

Ich möchte darum den Weg einer Jeans bis in unsere Läden beschreiben und aufzeigen, welche Menschen in diese Prozesse involviert sind.
Die meisten Kleidungsstücke von H&M oder ähnlichen Geschäften werden in Asien hergestellt. Dort arbeiten Menschen täglich bis zu 17 Stunden an Nähmaschinen oder von Hand an Kleidern für die westlichen Länder. „Manchmal fallen mir die Augen zu.“ erzählt eine 20-jährige Arbeiterin, welche für 7 Tage Arbeit in der Woche 65 Dollar verdient. Das ist etwa so viel wie eine Jeans bei uns im Laden kostet. Die Löhne können trotz vieler Beschwerden der Mitarbeiter so tief gehalten werden, weil die Auftraggeber bei Problemen einfach eine andere Fabrik für ihre Kleiderherstellung einsetzen. Bei diesen vielen arbeitswilligen Personen in Asien ist dies sehr einfach.
Es kann vorkommen, dass eine Jeans von der Baumwollplantage in Indien bis zum Verkauf in Europa Fabriken in acht verschiedenen Ländern durchläuft. Die Baumwolle wird in Indien geerntet, das Garn in der Türkei gesponnnen, in China wird gefärbt, in Polen gewoben, die Waschanleitungen und Nieten werden in Frankreich hergestellt, genäht wird auf den Philippinen, in Griechenland gewaschen und in der Schweiz wird die fertige Jeans verkauft.
Während diesen Prozessen sind unzählige Personen an der Herstellung der Kleider beschäftigt. Für ihren harten Job bekommen sie einen Bruchteil davon, was wir für eine Jeans ausgeben, welche wir vielleicht nur ein Jahr lang tragen.
Als Kunde kann darauf geachtet werden, woher die Kleidungsstücke kommen. Man kann sich im Internet erkundigen, wo die Kleider von einer bestimmten Ladenkette produziert werden und welche Bestimmungen dort herrschen. Beschränkt man sich darauf, nur noch Kleider aus Fairtrade-Handel oder einheimischen Produzenten zu kaufen, muss man jedoch sehr tief in die Tasche greifen. Die billigste Möglichkeit ist, seine Kleidung (billig oder teure) so lange wie möglich zu tragen und nach vielen Jahren nicht in die Altkleidersammlung zu bringen.

Quellen: http://www.e-globalisierung.org/kapitel1/2/?page=2 , http://www.inkota.de/inland/kleidung/filmfestival_flyer_chinablue.pdf

Fahrrad fahren

Ich meiner Garage stehen drei Velos. Ein Alltagsvelo, ein Bike und ein Rennvelo. Ich bin praktisch alltäglich mit einem meiner Velos unterwegs - sei es auf dem Weg in die Schule, ins Dorf, ins Turnen, auf einer Velotour, etc. Das Fahrrad brauche ich aus praktischen sowie ökologischen Gründen. Messungen haben ergeben, dass das Velo das ökonomischste Verkehrsmittel ist. Mit wenig Energie komme ich sehr weit! Ebenfalls können die Teile des Fahrrades sehr gut wiederverwertet werden (es fällt kein Sondermüll an). 

1817 wurde das erste lenkbare Laufrad von Friedrich Freiherr Drais gebaut. Sein Vorläufermodell wurde uns ist immer noch in ständiger Weiterentwicklung. Was aber geschieht alles im Vorfeld, bis ich mein eigenes Velo in der Garage habe?

Die einzelnen Fahrradröhren werden in Mannsheim in Deutschland produziert. Von dort werden sie in den fernen Osten gebracht, wo sie zusammengeschweisst und weiterverarbeitet werden. Die Lackierung und Bemalung wird in der Schweiz vorgenommen. Komponenten des Velos (Gangschaltung, etc.) werden in Japan hergestellt. Die Endmontage meines Velos passiert in der Schweiz und dem Velohändler verdanke ich den letzten Schliff - Sattelanpassung, Extrawünsche, etc.

Ich habe immer gedacht, dass alle Teile und Materialien in der Schweiz hergestellt und zusammengebaut werden. Jetzt bin ich überrascht, wie viele Leute für mein Velo mitarbeiten müssen. Die Arbeitskräfte der Herstellerfirmen, die Arbeitskräfte der Montageabteilungen, der Velohändler, welcher die Bestellungen vornimmt und die Kundenanpassungen ausführt. Nicht zu vergessen ist, dass auch die Allgemeinheit einen grossen Beitrag zu meinem ‚Hobby‘ vornimmt. Sie finanzieren den Saat, um neue Strassen zu bauen. Demzufolge sind auch die Baufirmen für mein Wohlergehen zuständig! 

Des Weiteren ist nicht zu vergessen, dass wir eine 5.- Velovignette kaufen dürfen und ein ganzes Jahr auf dem Velo und den Strassen versichert sind. 

Was steckt im Handy drin?

Ein Handy besteht aus Rohstoffen, die in Entwicklungsländern wie Afrika in Minen abgebaut werden. Die Arbeitsbedingungen sind dort sehr hart. Die Menschen dort müssen täglich mehr als 10 Stunden für einen Lohn von ca. 1 Euro arbeiten. Auch Kinder werden nicht verschont. Die Versorgung mit Essen und Wasser ist nicht ausreichend gewährt. Aus den abgebauten Rohstoffen, werden in Billiglohnländern wie China die Einzelteile für ein Handy zusammengebaut. Europäische Handyhersteller können so viel Geld sparen, da Arbeitskraft in asiatischen Ländern billiger ist, als in Deutschland. Nachdem sie mit den Einzelteilen versorgt sind, werden sie von Handyproduzenten wie Nokia zusammen gesetzt, die zusätzlich für die Entwicklung des Designs und der Technologie, sowie der Vermarktung (Werbung) verantwortlich sind. Obwohl die Handyunternehmen fast nichts zur Produktion beigetragen haben, verdienen sie das meiste Geld an einem Handy. Anschließend kaufen die Mobilfunkanbieter, wie z.B Telekom oder O2 die Handys und verkaufen die weiter an ihren Kunden. Bereits nach 18 Monate wechseln die meisten Kunden ihr Handy, was dazu führt, dass dieser Kreislauf immer wieder von vorne beginnt. Mit diesem Wissen über die Herstellung von Handys, sollte man es sich besser 2x überlegen, ob man nach 18 Monaten unbedingt ein neues Handy haben muss, obwohl das "alte" noch gut funktioniert. Ist das wirklich nötig?


Rohstoffe, wie z.B. Buntmetalle oder Gold, die in Handys enthalten sind, werden in Minen von Kindern in Entwicklungsländern, wie Afrika abgebaut. Diese Kinder leben dort unter katastrophalen Umständen. Sie wurden von der Armee entführt, in Ausbildungslager gesteckt und nun schuften sie in den Minen und bauen diese Rohstoffe ab. Danach werden die abgebauten Rohstoffe in Billiglohnländern zu Einzelteilen verarbeitet, indem die Rohstoffe u.a. gereinigt werden.

Diese Einzelteile werden anschließend an die Handyproduzenten wie z.B. Nokia, Siemens, Samsung, Motorola versendet. Diese Firmen designen und produzieren neue Handys und können dadurch Arbeitsplätze wie Techniker, Arbeiter, Programmierer usw. anbieten. Mobilfunkanbieter wie z.B. o2, Base, Vodaphone usw. kaufen diese Handys und verkaufen ihr Mobilfunknetz zusammen mit den Handys an die Kunden. Außerdem recyceln sie alte, leicht beschädigte oder kaputte Handys. Dieses Recycling findet bei Firmen, wie z.B. Greener Solution, statt.
Diese Erkenntnis über die Herstellung eines Handys hat mich schon ein bisschen geschockt. Trotzdem sind bei mir oftmals die Handys nach der Vertragslaufzeit kaputt und ich brauche sowieso ein Neues. Dass man scheinbar sein Handy recyceln kann, wusste ich nicht, finde ich aber super, weil so wenigstens ein Teil der wertvollen Rohstoffe wiederverwendet werden kann. Ich denke am schlimmsten ist es, wenn man das Handy einfach in den Müll wirft.

Montag, 2. März 2009

Wie der Tee in meine Tasse kommt


Ein sehr wichtiges Konsumgut stellt für mich persönlich Tee dar, den ich Tag für Tag mit viel Genuss trinke. Besonders Grüntee gehört für mich (wie für viele andere der Kaffee) einfach dazu. Dieser Tee wird seit mehreren tausend Jahren in China (80% der Weltproduktion) angebaut, später auch in Japan und anderen asiatischen Ländern. Beispielsweise wird auf der Teebeutelpackung der Migros Indonesien als Herkunftsland genannt. Auf einer Packung eines anderen Verteilers hingegen steht bloss: "Tee aus den besten Anbaugebieten der Welt“. Sehr informativ ist dies nicht. Sicher steht, dass dieser Tee einen weiten Weg zurücklegen musste, um zu mir in die Tasse zu gelangen. Ob dieser Weg mit Schiff oder Flugzeug zurückgelegt wird, entzieht sich meiner Kenntnis.
In erster Linie haben Teepflücker und Teepflückerinnen hart für mich gearbeitet. Der Produktionsverlauf beim Grüntee läuft folgendermassen ab: Pflücken der Blätter – Welken– Rollen – Rösten bzw. Dämpfen – Rollen – Trocknen – Sortieren.
Teeblätter, die zu Grüntee verarbeitet werden sollen, werden nicht fermentiert, sondern nur gedämpft oder geröstet. So benötigt die Überwachung der Weiterverarbeitung der Ernte Aufsichtspersonen.
Für den darauffolgenden Transport des Tees ist Logistikpersonal nötig. Der Pilot (oder der Kapitän) bringt den gut schmeckenden Tee sicher nach Europa. Dort wird er wahrscheinlich von Fabrikarbeiterinnen und Arbeitern in Beutel abgefüllt und abgepackt. Danach kommt er in die Warenhäuser.
An den langen Weg, den der Grüntee in meiner Tasse zurückgelegt hat, habe ich ehrlich gesagt noch nie gedacht. Gerne wüsste ich, unter welchen sozialen und auch unter welchen Umweltbedingungen das Ganze abläuft. Ich kann lediglich beim Kauf des Grüntees darauf achten, dass ich Tee aus Bio und Max Havelaar Anbau kaufe. Dies ist jedoch wieder eine finanzielle Frage…

(Bildquelle: http://www.tob-tee.de/fotos/DerWegDesTees/pflueck.jpg)

Freitag, 27. Februar 2009

Einkaufen mit Nachhaltigkeit

Den ersten Titel fand ich in der Coop Zeitung vom 27.2.09 dieser zeigt einem auf, wie Coop auf die Nachhaltigkeit achtet. Was immer wir in den Einkaufskorb legen, hinterlässt oft Spuren. Nicht gleich in der Schweiz, aber zum Beispiel im Meer. Je mehr gedankenlos Fisch gekauft wird, desto mehr Fischarten werden durch Überfischung bedroht. Viele so ernsthaft, dass sich ihre Bestände nicht mehr erholen. Leere Meere, das kann nicht die Art von Spur sein, die wir hinterlassen wollen. Coop versucht mit verschiedenen Labels wie Bio-Zucht von Naturaplan oder mit dem MSC-Label für einen Nachhaltigen Wildfang. Sie bieten auch keine Fischsorten an, die unter den bedrohten Arten stehen.



In derselben Zeitung habe ich ein Interview mit Hans-Christian Angele von der Infostelle für Biomasse gefunden. Er schildert die Vorteile von Biomasse und was sie für Ziele bis 2020 haben. Dies wären 5% des Stroms, 5% der Wärme und 8% des Treibstoffes aus Holz und feuchter Biomasse produziert werden können. Anreize wie das Coop Programm „Naturafarm Biogas50“ seinen sehr gut um die Biomasse in der Wirtschaft voranzutreiben.

Mittwoch, 25. Februar 2009

SVP glaubt nicht an Klimaerwärmung

Tages Anzeiger vom Mittwoch, 25. Februar 2009: "Die SVP will inder Klimapolitik wieder massiv zurückbuchstabieren. Sie fordert den konequenten Verzicht auf 'Zwangsabgaben' und will das geltende CO2-Gesetz am Ende der Kyoto-Periode aufheben."

Es ärgert mich, wenn ich solche Aussagen in der Zeitung lesen muss! Schade, wenn es Menschen gibt, die "die Erwärmung für nicht dramatisch" anschauen und die Klimapolitik in der Schweiz massiv bremsen möchten. Sie schreiben auch, dass man sich an CO2-Reduktionszielen nur beteiligen dürfe, wenn sämtliche aussereruropäische Länder mit hohen CO2-Emissionen mitzögen. Meines Erachtens fängt es genau hier an! Wir vergleichen uns schon wieder mit den anderen - und müssen uns nicht ändern, solange die anderen auch nichts machen... Ist das das Ziel? Führt das überhaupt zu einem Ziel? Ich nehme mir vor, mich mit kleinen Dingen für die Nachhaltigkeit einzusetzen, mit der Hoffnung, einen kleinen Erfolg zu erzielen. Wenn ich jedoch solche Artikel lesen muss, dann kann ich einfach nicht daran glauben, dass ich mit meinen 'kleinen Handlungen' irgendwann etwas auslösen und bewirken kann! Schade...

Gelb soll auch Grün sein (Die Post)

Habt ihr euch schon einmal überlegt, dass auch bei der Briefpost die Umwelt verschmutzt wird. Die Briefe legen ja auch einen Weg zurück. Dies zwar in der Schweiz meistens mit dem Zug, aber der Pöstler kommt nur noch selten zu Fuss. Sein Töffli, Auto oder Kleinbus braucht auch Benzin und stösst Abgase aus. Das summiert sich.

Ein Brief verursacht einen CO2-Ausstoss von ca. 14 Gramm (zum Vergleich: bei einem Autokilometer werden durchschnittlich 190 Gramm CO2 freigesetzt). Nun kann man bei der Post mit einem winzigen Zuschlag auf die Marke, den CO2-Ausstoss seines Briefes kompensieren. Dieser Zuschlag beträgt 1 Rappen für Nationalen und ungefähr 10 Rappen für Internationalen Briefverkehr. Dieser Zuschlag wird gesammelt und in Umweltschutz- und Klimaschutzprojekte investiert. Da wir nicht mehr über Einräppler verfügen, soll man zugunsten der Natur 5 Rappen pro Brief bezahlen. Wenn nur schon 1/3 der Privatkunden und ½ der Geschäftskunden der Post diesen Zuschlag bezahlen, kämen jährlich ca. 5-6 Millionen Franken für die Umwelt zusammen. Das lohnt sich doch sehr, finde ich!

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/gelb_soll_auch_gruen_sein_1.1963700.html


Leshop ist top.

Migros hat einen Online-Supermarkt eröffnet, der folgendermassen funktioniert: Übers Internet kann man Waren bestellen, welche einem direkt nach Hause geliefert werden. Im ersten Moment kommt mir diese Art Einkauf nicht gerade umweltschonend vor. Die Waren müssen ja mit Lastwagen oder Kleinwagen geliefert werden. Jedoch hat die Migros mit diesem Vorgehen den Preis für „die innovativste Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung“ erhalten. Die Frischprodukte werden z.B. anstatt in Kühllastwagen in Kühltaschen über Postlogistics mit dem Zug transportiert. Zusätzlich muss man bedenken, dass jede Person, die übers Internet einkauft, nicht selber mit dem Auto in den Migros fährt. So wird die Umweltbelastung insgesamt um einen Drittel verringert. Ich finde, auch das lohnt sich. Dies ist einmal eine bequeme Möglichkeit, die Umwelt zu schützen. Man muss sich dafür noch nicht einmal gross bewegen!!

http://www.migrosmagazin.ch/index.cfm?rub=280&id=22023&issuedate={ts%20%272004-05-25%2000%3A00%3A00%27}&issuename=Fixe%20Elemente

Fünfhundert Ideen für eine bessere Welt

In Tages Anzeiger vom Mittwoch, 25.Februar 2009 wurde ich in der Rubrik 'Wissen' auf ein Buch aufmerksam gemacht. In der Letküre "World Changing" welche von Alex Steffen herausgegeben wurde, sind fünfhundert Ideen für eine bessere Welt zu finden. Er glaubt an 'die Macht des einzelnen, Dinge verändern zu können' und zeigt mit einfachen, handfesten Möglichkeiten konkrete Umsetzungsvorschläge auf. Das Buch soll als Nachschlagewerk für jederMann - und Frau dienen.
Er spricht den Begriff 'Nachhaltigkeit' an, welchen er als uninsperierend und 'nicht greifbar' benennt. Des Weiteren möchte er mit diesem Buch die Menschen anregen, an die kommenden Generationen zu denken, eine intakte Natur anzustreben, eine stabile Wirtschaft zu schaffen und eine gesunde Gesellschaft zu fördern. Für mich tönen diese Zeile und Vorstellungen sehr motivierend! Ein Grund dafür, die Lektüre einmal genauer unter die Lupen zu nehmen - zur Inspiration, Anregung und Motivation.
Im Artikel wird erwähnt, dass im Buch 'World Changing' kein nachhaltiges Thema ausgelassen werde. Konkret wird das Beispiel des "Cradle to Cradle"-Zertifikat für ein Produktdesign angeprochen. Dabei sollen diese Produkte überhaupt keinen Abfall mehr zulassen. Alles soll rezyklet und wiederverwendet oder kompostiert werden. Die Firma Herman Miller setzte diese Gedanken und Vorstellungen als Vorbild bereits konkret um!
Wer Interesse hat, dieses Buch zu lesen oder einmal in die Hände zu nehmen soll sich mit diesen Informationen zurechtfinden: ALEX Steffen (HRSG.): World Changing. Verlag Knesebeck 2008, 480 S.

Dienstag, 24. Februar 2009

Kalter Winter, hungrige Vögel - pro Minergie

In der NZZ vom 22. Februar 2009 (S. 25) war ein Bericht von Heinz Wanner, einem Professor für Geografie und Klimatologie zu lesen, der vom diesjährigen starken Winter und dessen Zusammenhang mit der Klimaerwärmung sprach. Auch in der Tagesschau vom Sonntag (19:30, SF1) wurde vom auffallend harten Winter und seinen Folgen für die nach Nahrung suchenden Vögel berichtet. Da dachte ich mir: Weshalb wird denn von einer fortschreitenden Klimaerwärmung gesprochen, die unsere Temperaturen erhöhen soll? Wo ist da der Zusammenhang? Wanner macht schliesslich darauf aufmerksam, dass der Winter lediglich hier in der Schweiz so kalt ist, schaut man über die Grenzen ist zu beobachten, dass dort eher warme Temperaturen herrschen. Es ist wichtig, dass der Klimawandel aus einer globalen Sichtweise betrachtet wird. Wir Menschen haben es in der Hand: wir können die Klimaerwärmung vermindern. Doch mit durch die tägliche Luftverschmutzung und die dadurch veränderte Erdoberfläche, die Urbanisierung der Umgebung und die immer mehr fortschreitende Abholzung der Regenwälder bewirken wir gerade das Gegenteil. Wanner spricht besonders auch die Problematik der immer wärmer werdenden Ozeane an, die nicht zu unterschätzen sei. Wir, die über das Problem aufgeklärten Menschen, müssen Vorbild sein und handeln. Eine Möglichkeit, wie man helfen kann, ist beispielsweise, die Wohnumgebung auf den Minergie-Standard umzustellen. Dies ist natürlich nur mit gewissen finanziellen Mitteln möglich. Jedoch bin ich über den Bericht des St. Galler Tagblatts (23. Februar 2009, S.11). überrascht, der aufzeigt, dass die Baukosten für ein Minergie-Haus nur um 15 Prozent höher sind als bei gewöhnlichen Häusern. Wenn berücksichtigt wird, wie viel Energie im Verlaufe der Jahre damit einzusparen sind, gleicht sich das beinahe aus. Ich bin mir bewusst, dass dies dennoch aus finanzieller Sicht nur für einen kleinen Teil der Menschen umsetzbar ist. Aber wie immer: ein kleiner Teil ist besser als gar keiner, oder?

Verfechter der nachhaltigen Entwicklung/ St. Gallen setzt auf Nachhaltgkeit

Den ersten Artikel zu diesem Thema fand ich im St. Galler Tagblatt vom 18. Februar 2009. Es geht um den Ökonom Edward Barbier, der schon seit langer Zeit mit Büchern und Vorträgen über die Nachhaltige Entwicklung referiert. Er sieht die momentane Finanzkrise als schlimm für die Wirtschaft, aber doch positiv für die Umwelt.
«Es geht nicht nur um eine grünere Weltwirtschaft», sagte Barbier zu seinem Bericht. Die jetzige Weltwirtschaftskrise sei das Produkt der Nahrungs-, Öl- und Finanzkrise im vergangenen Jahr. «Wenn wir jetzt einfach die alte Wirtschaft wiederbeleben, kriegen wir vielleicht ein paar Jobs zurück, aber die Gründe für die Krisen bleiben bestehen.»
Eine richtige Kombination von Wirtschaftspolitik, Investitionen und Anreizen zum Schutz von Ökosystemen sowie die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen könnte Armut bekämpfen und neue Arbeitsplätze schaffen.
Ich denke hier, die Ansätze sind zwar gut, die Herr Barbier hat, wahrscheinlich interessiert dies die Wirtschaftler eher wenig, da für sie die momentanen finanziellen Probleme und das Schwinden der Arbeit Vorrang haben.

http://www.tagblatt.ch/aktuell/international/international/Verfechter-einer-nachhaltigen-Entwicklung;art620,1264021


Die St. Galler dagegen scheinen ein grosses Augenmerk auf die nachhaltige Entwicklung zu haben. Ebenfalls im Tagblatt, vom 24. Januar 2009 habe ich gelesen, dass die St. Galler jetzt auf Nachhaltigkeit setzen und dazu einen Bericht verfasst haben. Er enthält positive, wie auch negative Bilanzen, wobei sich die St. Galler Wirtschaft in eher positive Richtung wendet.Unser Kanton ist der erste, der so einen Bericht verfasst hat.Leider gibt es keine Tipps, wie man für die nächsten vier Jahre weiter vorgehen soll, damit diese Untersuchung einen positiveren Trend aufzeigt.

http://www.tagblatt.ch/aktuell/st.gallen/tb-sg/St-Gallen-setzt-auf-Nachhaltigkeit;art140,1244274

Eveline, LG 06 Db

Montag, 23. Februar 2009

Footprint

Leider sind wir uns nur selten bewusst, wie stark wir durch unsere Handlungen die Umwelt belasten. Uns geht es ja eigentlich gut, wir merken in der Schweiz nicht viel von der überall erwähnten Klimakatastrohe, denn wir haben können Trinkwasser aus dem Wasserhahn im Haus beziehen, wir müssen nicht frieren und können atmen, ohne vergiftet zu werden.
Doch es wäre sehr sinnvoll, wenn wir uns tagtäglich ins Gewissen reden und unsere Handlungen der Umwelt anzupassen und sie somit zu schützen. Es würde schon viel nützen, wenn jede Person Energiesparlampen verwenden, das Wasser beim Zähneputzen abstellen, beim Verlassen eines Raums die Lichter löschen und/oder häufiger zu Fuss oder mit dem Velo anstatt dem Auto unterwegs wäre. Dies sind kleine Einschränkungen, welche uns nichts schaden, aber der Erde und ihren Bewohner/innen helfen würde.
Mein ökologischer Fussabdruck beträgt 2.3, d.h. wenn alle Menschen so verschwenderisch und umweltbelastend leben würden wie ich, bräuchten wir 2.3 Erden zum Leben. Der Durchschnitt der Schweizer Bevölkerung liegt mit 2.9 Erden knapp über meinem Ergebnis. Das freut mich einerseits, jedoch hätte ich gedacht, dass ich noch weiter darunter liegen würde. Dieses hohe Resulat habe ich sicher dadurch erreicht, dass ich mit meinen Eltern und Schwester in einem Einfamilienhaus lebe, welches den Strom vom lokalen Netz bezieht und nicht nach Minergiestandard gebaut wurde. Auch sollte ich beim Kauf meiner Nahrungsmittel vermehrt darauf achten, woher die Produkte kommen und in wie viel Verpackung sie eingewickelt sind.
Ansonsten achte ich sehr darauf, die Lichter in unbenutzten Zimmern stets zu löschen, beim Zähneputzen und während dem Einseifen unter der Dusche das Wasser abzustellen und nur selten das Auto meiner Eltern zu benützen.
Jede und jeder könnte so viele Dinge in seinem Alltag zugunsten der Umwelt ändern. Ich werde mir nun mehr Mühe geben und auch meine Mitmenschen dazu auffordern, der Umwelt mehr Sorge zu tragen, so dass mein ökologischer Footprint in wenigen Monaten viel niedriger sein wird.

Freitag, 20. Februar 2009

CO2

Für mich war das eine ganz spannende Sache. Bei Footprint WWF gehöre ich genau zum Durchschnitt des Schweizers und beim CO2-Rechner liege ich bei 9.2 Tonnen etwas tiefer als unsere Nachbarn, die Österreicher mit 11,4 t.
Bei der Umfrage vom WWF bin ich ein wenig erschrocken, dass ich so viel brauche wie ein durchschnitt Verbraucher der Schweiz. Ich dachte immer, dass ich weniger CO2-Ausstoss verursache. Als ich dann die Auswertung anschaute merkte ich schnell, warum ich so hoch war. In diesem Jahr habe ich mit meiner Familie eine Reise in die USA und weiter nach Mexiko gemacht. Wir waren deshalb auch mehr als 25h im Flugzeug. Unglaublich wie viel CO2 mit Fliegen ausgestossen wird. Stellen wir uns mal all die Flugzeuge die täglich landen und wieder weiterfliegen? Wie viel CO2 wird eigentlich an einem Tag mit so vielen Flugzeugen verbraucht? Nur schon einen Tag an dem kein Flieger starten würde, wie viel CO2 das einsparen würde! Ich denke wenn wir hier etwas kürzer treten könnten, wäre schon sehr viel weniger CO2 in der Luft.
Vor kurzem musste mein Mann und ich auf die Suche nach einem neuen Auto gehen. Es war vor allem spannend die Neuwagen anzuschauen und deren Energieeffizienz. Das heisst, wie viel Liter der Wagen für 100 km verbraucht im Vergleich zu seinem Gewicht. Unglaublich, aber es gibt auch Mini-Vans oder Combis, welche die Energieefizient A erreichen und etwa 5.7 l/100km im Durchschnitt verbrauchen. Beim Kauf unseres Autos haben wir grossen Wert darauf gelegt, dass es einen tiefen CO2-Ausstoss hat. Da solch tiefe Werte erst bei neueren Fahrzeugen erreicht werden, mussten wir etwas mehr investieren, haben aber dafür einen kleinen Beitrag zur CO2 Einminderung geleistet.
In diesem ersten Blog widmen wir uns dem Thema, wie wir persönlich zu der Nachhaltigen Entwicklung beitragen. Es ist mir leider nicht immer ganz bewusst, wie ich mit kleinen Veränderungen die Umwelt ein kleines Stück verbessern kann.Oftmals denkt man sich: „Ach, ich alleine kann sowieso nichts an der momentanen Situation ausrichten, also belasse ich meine Lebenseinstellung und mein Verhalten so wie es ist.“
Doch genau dies ist der falsche Weg. Wenn nur jeder für sich und seine Familie schauen würde, hätte man schon viele Hürden überwunden. Abfall sortieren, Lichter in unbenutzten Räume löschen, ein bisschen auf die Herkunft von Nahrungsmitteln achten, und schon wäre der Welt ein Stück geholfen.Als ich den Footprint-Test gemacht habe, war ich eigentlich davon überzeugt, dass ich einige Massnahmen zur Nachhaltigen Entwicklung treffe und mich mit diesem Thema auseinandersetze und auf verschiedene Punkte gut aufpasse.
Leider würde die Menschheit 2.1 Planeten brauchen, wenn alle Leute so leben würden wie ich. Dies hat mich wirklich ein bisschen erschreckt. Ich achte zwar auf das Sparen von Wasser und nutze grösstenteils die Öffentlichen Verkehrsmittel. Doch beim Thema Strom und Nahrungsmittel könnte ich mich noch mehr an die Nase fassen. Ich denke, es hat viel mit Faulheit zu tun, aber auch mit Unwissenheit. Wenn wir uns gegenseitig immer wieder auf solche Dinge hinweisen, kommt es uns mit der Zeit vielleicht automatisch in den Sinn, den Stecker des Laptops zu ziehen oder auf Tomaten im Winter zu verzichten.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Ökotests - die Ergebnisse

Für mich war es das erste Mal, dass ich mich so bewusst mit diesem Thema auseinandergesetzt habe. Die beiden "Tests" waren sehr umfassend und haben meines Erachtens grosse, zentrale Themen angesprochen. Mir wurde wieder einmal richtig bewusst, in wie vielen Bereichen wir unsere Umwelt positiv beeinflussen können. Mein Resultat bei footprint liegt mit 1.9 einen Punkt unter dem Schweizer Durchschnitt. Besonders gut habe ich bei der Ernährung abgeschlossen. Da wir Zuhause einen eigenen Garten bewirtschaften und das Fleisch hauptsächlich von einem Bio-Bauern konsumieren, vermeide ich kilometerlange Transporte von Esswaren aus Afrika, Spanien, Argentinien, etc. Was das Wohnen anbelangt, können wir uns noch stark verbessern. Zurzeit heizen wir noch mit Öl. Da bei uns eine Fassadenrenovation bevorsteht, werden wir auch unser Heizsystem neu anlegen. Wir werden in spätestens zwei Jahren mit Erdwärme unsere Wohnung wärmen. Ich denke, dass das einen grossen Schritt sein wird, die Umwelt weniger zu belasten und zu schädigen.Beim CO-2 Rechner komme ich auf 7.3t. Ich kann es kaum glauben, dass die Amerikaner mit einem Wert von 24.3t mehr als dreimal soviel Emissionen ausstossen wie ich. In welchem Luxus leben diese Menschen? Ich reise hauptsächlich mit dem öffentlichen Verkehr und lege kurze Strecken mit dem Velo oder zu Fuss zurück. Ab und zu nehme ich aber auch das Familienauto - welches sehr schnell zur Bequemlichkeit führen kann!Ich werde demzufolge auch in Zukunft versuchen, mit dem ÖV fortzubewegen. Es ist eine Sache der Einstellung!

Montag, 16. Februar 2009

Nachhaltige Entwicklung

Mein Resultat bei footprint liegt mit 1.5 Fussabdrücken unter dem Schweizer Durchschnitt von 2.9. Beim CO2-Rechner komme ich auf den Wert von 8,1 Tonnen, der ebenfalls unter dem Durchschnitt von unserem Nachbarland Österreich (11.4 t) liegt. Darauf bin ich schon ein bisschen stolz. Aber natürlich kann auch ich mich noch verbessern!
Die Fragen vom CO2-Rechner waren viel komplexer und auf viele Details bezogen. Ich bin im Bezug auf unsere Haushaltsgeräte nicht immer auf dem neusten Stand, deshalb war ich bei einigen Fragen etwas unsicher. Der CO2-Rechner beachtet verschiedene Aspekte,
Was mich wundert, ist, dass bei beiden Umfragen nie das Thema Papierverbrauch aufgekommen ist. Ich denke, dass dies auch sehr viel beiträgt. Aus diesem Grund verwende ich zuhause immer Umweltschutz- und Suddelpapier.
Ich denke, dass meine Werte daher etwas unter dem Schnitt liegen, weil ich Vegetarierin bin und mich schon für ziemlich umweltbewusst halte. Ich achte darauf, dass die Geräte ganz ausgeschalten sind, wir benutzen Energiesparlampen und achten auch bei der Wäsche sehr darauf, dass wir nicht zu häufig waschen (schalten die Temperatur sogar extra auf 20 und 50 Grad). Häufig benutze ich die öffentlichen Verkehrsmittel, fahre nur sehr selten selber Auto.Verbessern kann ich mich vor allem noch im Bereich des persönlichen Wasserverbrauchs. Ich wasche meine Hände aus Gewohnheit immer mit heissem Wasser und dusche auch gerne lange und warm. Auch lasse ich in meinem Zimmer fast immer das Fenster gekippt… Ich werde in nächster Zeit versuchen, verstärkt darauf zu achten. Ich hoffe, dass es mir gelingt!