Dienstag, 3. März 2009

Kleiderproduktion

Ich möchte darum den Weg einer Jeans bis in unsere Läden beschreiben und aufzeigen, welche Menschen in diese Prozesse involviert sind.
Die meisten Kleidungsstücke von H&M oder ähnlichen Geschäften werden in Asien hergestellt. Dort arbeiten Menschen täglich bis zu 17 Stunden an Nähmaschinen oder von Hand an Kleidern für die westlichen Länder. „Manchmal fallen mir die Augen zu.“ erzählt eine 20-jährige Arbeiterin, welche für 7 Tage Arbeit in der Woche 65 Dollar verdient. Das ist etwa so viel wie eine Jeans bei uns im Laden kostet. Die Löhne können trotz vieler Beschwerden der Mitarbeiter so tief gehalten werden, weil die Auftraggeber bei Problemen einfach eine andere Fabrik für ihre Kleiderherstellung einsetzen. Bei diesen vielen arbeitswilligen Personen in Asien ist dies sehr einfach.
Es kann vorkommen, dass eine Jeans von der Baumwollplantage in Indien bis zum Verkauf in Europa Fabriken in acht verschiedenen Ländern durchläuft. Die Baumwolle wird in Indien geerntet, das Garn in der Türkei gesponnnen, in China wird gefärbt, in Polen gewoben, die Waschanleitungen und Nieten werden in Frankreich hergestellt, genäht wird auf den Philippinen, in Griechenland gewaschen und in der Schweiz wird die fertige Jeans verkauft.
Während diesen Prozessen sind unzählige Personen an der Herstellung der Kleider beschäftigt. Für ihren harten Job bekommen sie einen Bruchteil davon, was wir für eine Jeans ausgeben, welche wir vielleicht nur ein Jahr lang tragen.
Als Kunde kann darauf geachtet werden, woher die Kleidungsstücke kommen. Man kann sich im Internet erkundigen, wo die Kleider von einer bestimmten Ladenkette produziert werden und welche Bestimmungen dort herrschen. Beschränkt man sich darauf, nur noch Kleider aus Fairtrade-Handel oder einheimischen Produzenten zu kaufen, muss man jedoch sehr tief in die Tasche greifen. Die billigste Möglichkeit ist, seine Kleidung (billig oder teure) so lange wie möglich zu tragen und nach vielen Jahren nicht in die Altkleidersammlung zu bringen.

Quellen: http://www.e-globalisierung.org/kapitel1/2/?page=2 , http://www.inkota.de/inland/kleidung/filmfestival_flyer_chinablue.pdf

1 Kommentar:

  1. Hallo Carla

    Ich finde deinen Beitrag sehr interessant und deprimierend. Ich kaufe meine Kleider meistens auch bei Ketten wie H&M. Natürlich war mi bewusst, dass die Kleider nicht in der Schweiz produziert werden und dass die Arbeitsbedingungn ziemlich sicher nicht allzu toll sind. Doch ich hätte nie gedacht, dass eine Jeans quer durch die Welt reisen muss, bis sie fertig in unserem Laden hängen?! Einmal ganz abgesehen davon, was diese Reise für die Umwelt bedeutet, ist es einfach auch unfair den Menschen gegenüber. Doch wie immer sind uns Studenten die Hände gebunden, denn wir können uns einfach keine teuren Kleider aus fairem Handel leisten. Und ich persönlich möchte meine Kleider auch nicht viele Jahre lang tragen. So kann natürlich nichts an diesen Umständen geändert werden.

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