
Ich geniesse meinen ersten Frühlingstag am Lago di Lugano im Tessin. Die Steinmauer in Melide am See ist warm. Ich beobachte zwei ca. 8 cm grosse Krebse, die durch den grünen Algenboden im Wasser wandern und nach Futter suchen. Das Wasser ist still. Einzelne Boote fahren vorbei. Die kleinen Wellen schlagen an der Mauer auf. Ein rauschen ist zu hören. Ich geniesse diese Stimmung. Die Aussicht über den See, welcher sich durch die Berg- und Hügellandschaft breit macht, ist wunderschön. Ich höre die Flussseeschwalben pfeifen und beobachte zwei Enten, die sich balzen.
Solche Begegnungen mit der Natur bedeuten mir sehr viel. Diese Momente geben mir Kraft. Ich kann völlig abschalten, denke weder an die kommenden Wochen noch an meine Bachelorarbeit, welche dringend zu Ende geschrieben werden sollte. Ich kann mir Zeit nehmen - Zeit für mich und die Natur.
Ich bin ein Mensch, der sich oft ruhige Plätze in der Natur aufsucht und sich nach ihrer Stille sehnt. Sei es mit einem Spaziergang durch den Wald, einem Sonnenuntergang am See, einer Wanderung in den Alpen, eine Schneetour durch die verschneite Berglandschaft, einer Velo- oder Biketour entlang des Rheins oder durch die schöne Hügellandschaft des Juras. (Unglaublich, was die Schweiz alles zu bieten hat! Schade, dass es viele Leute viel zu wenig nutzen - oder überhaupt gar nicht wahrnehmen.)
Mir ist die Natur sehr wichtig. Es ist mir deshalb auch von grosser Bedeutung, dass mit ihrer Schönheit und Vielfalt sorgfältig und dankbar umgegangen wird. Ich hoffe, dass ich als zukünftige Lehrperson meine Einstellungen und Erfahrungen den Kindern weitergeben kann.
Hoi Sina,
AntwortenLöschenich bin beim Lesen deines Blogs richtig neidisch geworden. Wie gerne hätte ich an diesem frühlingshaften Samstag an einem Seeufer gesessen und meine Gedanken ruhen gelassen. Jedoch kann ich mich in den letzten Wochen nicht einfach hinsetzen und nichts tun, weil mich gleich das schlechte Gewissen plagt und eine lästige Stimme in meinem Hinterkopf mich ständig daran erinnert, dass ich doch noch soviel für meine BA zu tun habe. Meine Mutter rät mir ständig, mir zwischendurch eine Stunde Pause zu nehmen und die Natur zu geniessen. Jedoch schaffe ich dies einfach nicht, wenn ich unter solchem Druck stehe. Ich kann dann einfach nicht stillsitzen und geniessen, etwas zu tun, das mir Spass macht!
Ich hoffe nun, dass ich diesen Auftrag noch vor Beenden meiner Bachelorarbeit ausführen kann,was ich jedoch stark bezweifle.
Ich muss unbedingt lernen, abzuschalten und mir Erholung zu gönnen, wenn ich so viel zu tun habe. Dies ist für mich leichter gesagt als getan! Schön, dass es dir gelungen ist!
Liebe Sina
AntwortenLöschen*Hmmmm*, das ist ein sehr schöner Blog, nicht nur wegen dem Foto. Wirklich einfach zum neidisch werden. Und ich kann sehr gut nachvollziehen, was Du so schön beschrieben hast. Ich habe gerade letzte Woche auch davon gesprochen, dass ich unbedingt wieder einmal in dieser Jahreszeit ins Tessin fahren möchten. Früher machten wir das regelmässig. Mir ging es dann jeweils sehr ähnlich wie Dir. Ich war wirklich für einen Tag in einer komplett anderen Jahreszeit (Welt) als hier in der Ostschweiz, was meinem Gemüt auch immer sehr gut tat. Leider gelingt es mir momentan nicht so gut, einfach abzuschwirren und mir etwas Gutes zu tun, weil ich mich zu sehr an meine Verpflichtungen gebunden fühle. Obwohl ich ja eigentlich weiss wie wertvoll es ist. Naja, mal schauen, vielleicht finde ich ja doch noch einen Tag. Es reizt mich nun, nachdem ich Deinen Blog gelesen habe, gerade umso mehr :-)
Liebi Grüess.
Sabrina Hungerbühler, LG06Fg
Liebe Sina
AntwortenLöschenEs dein Post hat mich sofort angesprochen und es hat mich auch "glustig" gemacht, nach draussen (an den See) zu gehen. Genauso wie du liegt es mir auch am Herzen, in der Natur auftanken zu können. Solche Beobachtungen wie du am Wasser gemacht hast, sind so toll. Es bietet nicht nur Erfahrungen, sonder man kann auch mit den Gedanken so richtig loslassen=) Es tut doch wirklich gut, zu sehen, wie sich die Dinge in der Natur arrangieren. DAvon können wir auch sehr viel profitieren - finde ich. Was mir jeweils noch auffällt: die Düfte, die in der Natur auf uns wirken, tragen doch auch viel dazu bei, dass wir uns erholen können. Der spezielle Duft am See, im Wald, in den Bergen oder an ähnlichen Orten trägt bei mir immer viel dazu bei, dass ich mich entspannen kann. Übrigens haben die gleiche Wirkung auch die Bilder (so wie zum Beispiel deines). Komme ich irgendwo hin, suche ich mir meistens einen Platz, von dem aus ich einen idealen Blick auf die Natur habe.
Ich wünsche dir noch ganz viele schöne Erfahrungen und erholsame Stunden in der Natur.
Gruss, Martina Bischof, Lg06Fg
Oh wie schön, gerne wäre ich mit dir im Tessin am Wasser gewesen und hätte diese Zeit dort genossen. Es ist schon speziell, so weit weg von uns ist es eigentlich nicht, aber trotzdem fühlt man sich wie in einem anderen Land, die ganze Atmosphäre ist wie in den Ferien. Da kann ich mir gut vorstellen, dass man abschalten kann und du deine BA vielleicht für einige Minuten verdrängen konntest...
AntwortenLöschenHallo Sina
AntwortenLöschenAls ich deinen Blog durchgelesen habe und das Foto anschaute, schwebten meine Gedanken gleich ins Tessin zu unserer Ferienwohnung. Die ist sehr abgelegen und von da kann man die Natur bestens geniessen. Kaum aus der Haustüre ist man schon in einem Kastanienwald. Diese Ruhe, Stille, … Ein Ort richtig zum Energietanken!
Ich denke es ist sehr wichtig, unsere Natur Erfahrungen den Kindern weiterzugeben. Es gibt so viele Kinder die viel lieber vor dem Computer oder Fernseher sitzen anstatt nach draussen zu gehen und spielen. Diesen Kindern muss man einfach die Natur auch schmackhaft machen und als Lehrperson ein Vorbild sein.
Petra Oberholzer LG06D