
Ein sehr wichtiges Konsumgut stellt für mich persönlich Tee dar, den ich Tag für Tag mit viel Genuss trinke. Besonders Grüntee gehört für mich (wie für viele andere der Kaffee) einfach dazu. Dieser Tee wird seit mehreren tausend Jahren in China (80% der Weltproduktion) angebaut, später auch in Japan und anderen asiatischen Ländern. Beispielsweise wird auf der Teebeutelpackung der Migros Indonesien als Herkunftsland genannt. Auf einer Packung eines anderen Verteilers hingegen steht bloss: "Tee aus den besten Anbaugebieten der Welt“. Sehr informativ ist dies nicht. Sicher steht, dass dieser Tee einen weiten Weg zurücklegen musste, um zu mir in die Tasse zu gelangen. Ob dieser Weg mit Schiff oder Flugzeug zurückgelegt wird, entzieht sich meiner Kenntnis.
In erster Linie haben Teepflücker und Teepflückerinnen hart für mich gearbeitet. Der Produktionsverlauf beim Grüntee läuft folgendermassen ab: Pflücken der Blätter – Welken– Rollen – Rösten bzw. Dämpfen – Rollen – Trocknen – Sortieren.
Teeblätter, die zu Grüntee verarbeitet werden sollen, werden nicht fermentiert, sondern nur gedämpft oder geröstet. So benötigt die Überwachung der Weiterverarbeitung der Ernte Aufsichtspersonen.
Für den darauffolgenden Transport des Tees ist Logistikpersonal nötig. Der Pilot (oder der Kapitän) bringt den gut schmeckenden Tee sicher nach Europa. Dort wird er wahrscheinlich von Fabrikarbeiterinnen und Arbeitern in Beutel abgefüllt und abgepackt. Danach kommt er in die Warenhäuser.
An den langen Weg, den der Grüntee in meiner Tasse zurückgelegt hat, habe ich ehrlich gesagt noch nie gedacht. Gerne wüsste ich, unter welchen sozialen und auch unter welchen Umweltbedingungen das Ganze abläuft. Ich kann lediglich beim Kauf des Grüntees darauf achten, dass ich Tee aus Bio und Max Havelaar Anbau kaufe. Dies ist jedoch wieder eine finanzielle Frage…
In erster Linie haben Teepflücker und Teepflückerinnen hart für mich gearbeitet. Der Produktionsverlauf beim Grüntee läuft folgendermassen ab: Pflücken der Blätter – Welken– Rollen – Rösten bzw. Dämpfen – Rollen – Trocknen – Sortieren.
Teeblätter, die zu Grüntee verarbeitet werden sollen, werden nicht fermentiert, sondern nur gedämpft oder geröstet. So benötigt die Überwachung der Weiterverarbeitung der Ernte Aufsichtspersonen.
Für den darauffolgenden Transport des Tees ist Logistikpersonal nötig. Der Pilot (oder der Kapitän) bringt den gut schmeckenden Tee sicher nach Europa. Dort wird er wahrscheinlich von Fabrikarbeiterinnen und Arbeitern in Beutel abgefüllt und abgepackt. Danach kommt er in die Warenhäuser.
An den langen Weg, den der Grüntee in meiner Tasse zurückgelegt hat, habe ich ehrlich gesagt noch nie gedacht. Gerne wüsste ich, unter welchen sozialen und auch unter welchen Umweltbedingungen das Ganze abläuft. Ich kann lediglich beim Kauf des Grüntees darauf achten, dass ich Tee aus Bio und Max Havelaar Anbau kaufe. Dies ist jedoch wieder eine finanzielle Frage…
(Bildquelle: http://www.tob-tee.de/fotos/DerWegDesTees/pflueck.jpg)
Hoi Miri,
AntwortenLöschenich habe mit Interesse deinen Blog gelesen. Vieles habe ich nicht gewusst, weil ich mir während dem Teetrinken und auch sonst noch nie wirklich Gedanken über die Herkunft des Tees gemacht habe. Eigentlich schade, dass wir viele Dinge so selbstverständlich ansehen und nie darüber nachdenken, wie sie eigentlich in die Gestelle der Einkaufszentren kommen.
Mich würde speziell beim Tee noch interessieren, in welcher Verpackung er transportiert wird. Ich denke, er wird erst in Europa in die Migros- oder Coopschächtelchen gepackt. Dann wäre ja noch die andere Frage, wo die Kartonschachteln hergestellt und bedruckt werden, wie nachhaltig diese Methoden sind, wie viel sie kosten und was die Hersteller/innen für einen Lohn erhalten.
Wie ich gerade merke, sind da ja noch viel viel mehr Personen involviert...eigentlich schon noch spannend!
Mit Interesse habe ich den Blog Beitrag gelesen. Ich bin ein Kaffeegeniesser, Trinke aber durchaus mal eine Tasse Tee.
AntwortenLöschenInteressant wäre wirklich, unter welchen Bedingungen die Leute für das Produkt, welches bei uns in den Regalen der Warenhäuser steht, arbeiten.
Natürlich gibt es gewisse Labels, die für Fair Trade Produkte werben.
Und dann gibt es noch viel mehr, was mit dem Tee zusammenhängt, z. Bsp. Tassen für den Konsum, Metallklammern für die Befestigung von Teebeutel und Beschriftungs-Etikett, sowie der Faden.
Viele Sachen sind der Konsumgesellschaft nicht bewusst, denn alles was wir brauchen ist, dass das Produkt im Regal steht und wir es kaufen können.
Hallo Mirelle
AntwortenLöschenIch finde es spannend, dass auch dir aufgefallen ist, wie ungenau die Angaben zur Herstellung meist sind. Nur bei wenigen Produkten und Anbietern kann der Konsument wirklich nachverfolgen, wie und unter welchen Umständen das Produkt entstanden ist. Wenn wir als Konsumenten auf fairen Handel oder artgerechte Haltung von Tieren achten wollen, ist dies also nicht immer so leicht. Meist bleiben einem dann nur Produkte von Max Havelar oder ähnlich übrig, bei denen wir sicher sein können, dass gewisse Kriterien und Richtlinien eingehalten wurden.
Ich persönlich würde es jedoch auch bei anderen Produkten schätzen, feststellen zu können, welchen Weg sie zurücklegen und unter welchen Bedingungen. Doch das ist wohl noch etwas viel verlangt für die heutige Zeit. Wer weiss, was die Zukunft bringt...
Sali Mirelle
AntwortenLöschenDie Überlegung wie der Tee in meine Teetasse kommt habe ich auch noch nie gemacht. Es ist schon eindrücklich wie viele Personen daran gearbeitet haben. Ich fände es auch spannend zu wissen, unter welchen Bedingungen die Personen gearbeitet haben.
Mir ist schon oft aufgefallen, dass der Tee in immer grössere und teurere Beutel eingebettet werden. Ist das nicht seltsam? Zeigt das eine Art von Luxus?
Liebe Grüsse Bernadette Moser
Ich glaube, so wie es mit "deinem" Tee abläuft, geschieht es auch mit anderen Dingen. Ich habe gerade meinen Blog über das Handy geschrieben, auch dort haben Leute daran gearbeitet, die total unterbezahlt sind und zu schlechten Bedingungen arbeiten. Schlussendlich verdienen sie natürlich keinen Teil daran, wie unser Coop etc. Schlussendlich kann man sich die Frage aber bei fast jedem Produkt stellen, ich meine, was kommt denn noch direkt aus der Schweizer Produktion...?
AntwortenLöschenHallo Mirelle
AntwortenLöschenUnglaublich was der Tee für einen Weg zurücklegt! Ich bin nämlich auch eine Teetrinkerin und war mir dessen nicht bewusst. Es bringt einem schon dazu über alles nachzudenken.
Einen weiteren Gedanken der mir in den Sinn kommt ist, dass dasselbe mit dem Kaffee passiert. Die Kaffeebohnen kommen aus tropischen Gebieten und werden mit Transportmittel zu uns nach Europa gebracht. Wie beim Tee gibt’s auch Max Havelaar und Bio Kaffee. Ist jedoch teurer… Manchmal zahle ich zwar lieber etwas mehr, und ich weis dafür, dass die Arbeit der Menschen die für meinen Tee zuständig waren auch gerecht belohnt werden.
Petra Oberholzer, 06D